Nun habe ich die Testversion der überteuerten Motonav App herausgeschmissen (zumindest die gut 250 MB Kartendaten, denn vollständig entfernen lässt sich die App anscheinend nicht). Somit habe ich erst einmal wieder Platz für sinnvollere und kostenlose Apps gewonnen.

Damit war Platz für eine faszinierende App namens Shazam. Sie gibt die Antwort auf die gar nicht so seltene Frage „Was spielen die da gerade im Radio?“. Man hält einfach das Handy vor den Lautsprecher und die App hört sich nach Klick auf „Jetzt taggen“ ca. 15 Sekunden des Songs an. Dann noch ein paar Sekunden Wartezeit, in der die gewonnen Daten analysiert werden. Und schon erscheint in den meisten Fällen Name des Titels und Interpreten, außerdem das Albumcover-Bildchen, Name des Albums, Genre und Label.

Das Ganze funktioniert erstaunlich gut. Meine bisherigen Tests im Radio-Programm von WDR2 ergeben eine Trefferquote von über 95 Prozent, sowohl bei neueren Stücken als auch bei 1980er-Mucke. Selbst wenn meine Freundin während des Taggens dazwischenquatscht oder die Aufnahme vom Badezimmerradio bei eingeschalteter Dusche erfolgt, werden die Stücke erkannt. Wirklich erstaunlich.

Unter „Meine Tags“ findet man die bisher identifizierten Stücke wieder. Auch hat man weiterführende Links zu dem jeweiligen Stück bzw. Interpreten: MP3-Suche bei Amazon (wer’s braucht…), YouTube-Suche oder ggf. auch MySpace-Seite des Interpreten.

Doch auch ein paar andere Apps zum Thema Musik möchte ich hier empfehlen. Da ist zum einen MortPlayer, ein Mp3-Player, der strikt nach Verzeichnissen arbeitet und nicht wie üblich nach den ID3-Tags innerhalb der Dateien. Wer eine Mp3-Sammlung mit unvollständigem oder undurchdachtem Tagging hat (z.B. wenn Alben von 3 verschiedenen Künstlern einfach „Best Of“ heissen), kommt vermutlich besser mit einem Player zurecht, der die Tags ignoriert und eine Navigation durch Verzeichnisse anbietet.

Zu MortPlayer gehört auch ein Widget (4×1), das auf dem Homescreen die wichtigsten Infos und Bedienelemente verfügbar macht.

Wer Gitarre oder ein anderes Saiteninstrument spielt, wird vielleicht gute Verwendung haben für gStrings haben, ein gut funktionierendes elektronisches Stimmgerät. Diese App funktioniert besser als das richtige Stimmgerät, das wir vor ca. 2 Jahren mal gekauft haben. Denn dieses lässt sich leicht durch mitschwingende Obertöne anderer Seiten irritieren, während die App weniger Probleme hat, den gewünschten Ton zu erkennen, auch wenn die anderen Saiten mitschwingen. Einfach auf „Tune auto“ klicken, und gStrings zeigt einem den erkannten Ton an, sowie die gemessene Frequenz und einen nach rechts bzw. links ausschlagenden Zeiger als optische Hilfe beim Stimmen.

Auch gibt es einige Apps, die Musikinstrumente simulieren sollen. Das ist natürlich überwiegend Spielerei. Die App Solo Lite beispielsweise ermöglicht es, auf Gitarrenseiten zu zupfen bzw. diese zu schlagen. Man kann sich auf bis zu 10 Buttons diverse Akkorde legen, so dass man während des Spiels umschalten kann. Ich habe mir die Akkorde C F G Am Em E Dm G7 E7 D7 voreingestellt und kann meine Mitmenschen nun mit einer grauenhaften Version von „Streets of London“ nerven. Irgendwann setze ich mich damit in die Fußgängerzone und stelle ein Schild neben den Hut: „Spenden Sie für meine teure Daten-Flatrate“. 😉

Nachdem ich auf einem Iphone mal eine Schlagzeug-App gesehen habe, suche ich so etwas auch für mein Andoid-Handy. Mit aPortaDrum hatte ich eine gefunden, bei der man das Smartphone wie einen Drumstick hält und die App per Lagesensor erkennen soll, auf welche Drum man gerade schlägt. Leider funktionierte dies auf meinem Milestone fast gar nicht; es wurde fast immer das gleiche Trömmelchen getroffen, egal in welche Himmelsrichtung mein Schlag ging. Daher habe ich sie wieder deinstalliert.

Eine andere Schlagzeug-App (die optisch der gesehenen Iphone-App ähnlicher ist), heisst einfach Drummer und zeigt auf dem Bildschirm im Querformat ein Schlagzeug, auf dem man spielen kann. Leider läuft sie zu träge und langsam auf meinem Milestone, so dass sich nicht wirklich rhythmisch darauf spielen lässt. Drum_Pad hingegen ist zwar was schneller, aber doch sehr eingeschränkt, was die Sounds angeht. Daher bin ich noch auf der Suche nach einer guten Drum-App für die kurze Session an der Endhaltestelle.

Noch ist etwas Platz in meinem Home-Ordner „Musik“, daher freue ich mich auch über weitere Instrumenten-Apps oder sonstige Musik-Helferlein. Nur her mit Euren Tipps.

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