Leibniz war kein Butterkeks

Veröffentlicht: 4. Juli 2011 in Weltanschauliches
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Buchcover: Leibniz war kein ButterkeksGestern zu Ende gelesen (endlich – bei drei Büchern gleichzeitig dauert es manchmal etwas länger): Leibniz war kein Butterkeks von Michael Schmidt-Salomon und seiner Tochter Lea Salomon.

Von mir bekommt das Buch eine klare Leseempfehlung für Menschen, die sich für einen Einstieg in die philosophischen Grundfragen unserer Existenz interessieren. Das Buch ist in Form von Vater-Tochter-Gesprächen geschrieben. Die Dialoge wirken manchmal etwas zu stark redigiert, aber insgesamt bereitet diese Form eine Menge Lesevergnügen und viele Aha-Momente, wie man die naturalistische Weltsicht einfach und Auf-den-Punkt erklären kann.

Natürlich bleibt es an manchen Stellen spürbar an der Oberfläche, aber es gibt auf der oben verlinkten Website zum Buch kapitelbezogene Empfehlungen für weitere Lektüre. Auch sonst ist die Website vorbildlich informativ. Man kann z.B. das Vorwort dort online lesen und erfährt so, wie die Idee zum Vater-Tochter-Buch entstanden ist.

Für Philosophie-Anfänger bekommt „Leibniz war kein Butterkeks“ daher eine klare Leseempfehlung. Und es gibt noch ein Argument für das Buch:

Michael Schmidt-Salomon und Lea SalomonKAUFEN, damit Lea von den Einnahmen ihr Studium besser finanzieren kann. 🙂

Das Buch gliedert sich in 3 Teile, die wie folgt überschrieben sind:

  1. Über das Leben, das Universum und den ganzen Rest
  2. Die Kunst des Lebens
  3. Der Traum von einer besseren Welt

Im ersten Teil geht es um die großen, grundlegenden Fragen: Gibt es einen Grund für unsere Existenz? Gibt es ein Leben nach dem Tod, und gibt es Gott? Bemerkenswert auch: „Warum macht Sex Spaß, Sterben aber nicht?“

Der zweite Teil befasst sich mit dem eigenen Leben: Was kann uns glücklich machen, sollten wir auf unsere Leistungen stolz sein, etc.

In Teil 3 streifen die beiden ethische Fragestellungen: Warum sind Menschen oft so grausam? Dürfen wir töten? Wie steht es um Toleranz und Akzeptanz anderer Meinungen. Die Überschrift des abschließenden Kapitels könnte auch aus einem Zeugen-Jehovas-Buch stammen: „Eine bessere Welt ist möglich …“. Es sei aber schon verraten, dass nur die Überschrift daran erinnert; die Aussagen des Kapitels unterscheiden sich zum Glück erheblich. 🙂

Bei Amazon findet man einige lesenswerte Rezensionen. Von mir bekäme das Buch 5 Sterne für Leser, die einen einfachen Einstieg in philosophische Fragestellungen  suchen, während vorgebildete Leser vermutlich einiges vermissen werden und wenig wirklich Neues erfahren, weshalb es im Hinblick auf diese Leserschaft „nur“ 4 Sterne gäbe.

Sicherlich ist „Leibniz war kein Butterkeks“ auch eine gute Geschenkidee, beispielsweise für junge Menschen, die man anregen möchte, sich mit diesen Fragen auseinanderzusetzen und ihre Weltsicht gegebenenfalls mal auf bröckelige Stellen abzuklopfen und gegebenenfalls weiterzuentwickeln.

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