Darf’s für 30 Euro mehr TomTom sein?

Veröffentlicht: 16. Januar 2012 in Android
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Nachdem meine bisherige Pkw-Navigationslösung in die Jahre gekommen ist (Windows-Mobile-PDA mit TomTom von 2005), stand die Anschaffung eines neuen Navis an. Obwohl man natürlich auch mit dem Smartphone navigieren kann, wollte ich doch ein eigenes Gerät. So kann ich surfen, wenn ich gerade Beifahrer bin. Oder wenn die Freundin das Auto braucht, kann ich dennoch mein Smartphone mitnehmen. Bei Fahrten nach Holland etc. ist mir eine Online-Navigation auch zu teuer (Roaming-Gebühren!). Und auch die Akku-Erfahrungen mit dem Motorola Milestone haben mich darin bestärkt, für die Pkw-Navigation lieber ein eigenes Navi zu kaufen. Aus Gewöhnungsgründen sollte es wieder ein TomTom sein (wieso eigentlich? Egal…).

Nun hatte eine große Elektronikkette (Neptun oder Uranus oder wie auch immer die heißen – jedenfalls irgendwas Planetarisches) kürzlich die ganze Stadt voller Werbeplakate hängen lassen mit einem TomTom für 99 Euro. Das habe ich mir gleich mal angeschaut, und es hat mir auch ganz gut gefallen.

Letztlich ist es aber doch ein anderes Gerät geworden, das ich bei einem Versandhändler aus dem Regenwald bestellt habe. Für nur 30 Euro mehr (also 129 Euro) hat das TomTom Go 1000 folgende Vorteile:

  • Praktische Magnethalterung, man muss nicht immer den Saugnapf von der Scheibe ziehen und das abgenommene Gerät ist ohne Saugnapf auch flacher.
  • Karten für ganz Europa (45 Länder, auch Spanien und Skandinavien, was vielleicht mal von Bedeutung sein könnte) statt nur Zentraleuropa (19 Länder).
  • Freisprech-Einrichtung für mein Smartphone. Wenige Sekunden nach Einschalten des TomTom wird „Verbunden mit LG P920“ angesagt, nach ein paar weiteren Sekunden teilt die Ansage mit, dass die Telefonbuch-Daten übertragen wurden. Alles ohne am Handy nur einen Knopf zu drücken.
  • Kapazitiver Touchscreen wie beim Smartphone. Also Berühren statt Drücken. So viel ich weiss, hatte das 99-Euro-Tomtom noch einen resistiven Bildschirm.

So Sachen wie Live-Dienste, die nach 1 oder 2 Jahren kostenpflichtig werden, wollte ich eh nicht, mir reicht TMC über Radiosignal. Mich interessierte vielmehr eine komfortable Offline-Lösung. Die Freisprechanlage finde ich klasse. Gegenüber meinem Uralt-Tomtom vermisse ich nur die Kompass-Darstellung (eine Kompassrose, die immer Luftlinie zum Ziel mit Kilometerangabe zeigt).

Negativ ist zu vermerken, dass TomTom die MapShare-Funktion für das Gerät noch immer nicht freigeschaltet hat.

Die Verbindung über die Website http://www.tomtom.com/getstarted hat gut funktioniert. Das Kartenupdate dauert zwar ein paar Stündchen (3GB Download), aber nun ist erstmal alles Up-to-date.

Insgesamt aber ein feines Gerät, das mir wieder einmal zeigt, dass das billigste Angebot nicht immer das beste ist. Die 30 Euro Mehrkosten haben sich wegen der 4 genannten Punkte auf jeden Fall gelohnt.

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