Unter dem Motto „111 Jahre E-Mobilität in Köln“ wurden heute (16. Juni 2012) von 11 bis 15 Uhr einige Museums-Oldtimer aus dem Straßenbahn-Museum Thielenbruch auf dem Kölner Neumarkt gezeigt. Das Motto weist darauf hin, dass 1901 die erste elektrische Strecke in Köln eröffnet wurde und somit die Zeit der Pferdebahnen langsam ablief. Man könnte also auch sagen: „111 Jahre Pferdewurst-Ausverkauf in Köln“ 😉 denn eine Menge „Rheinischer Sauerbraten“ wurde in den Jahren ab 1901 arbeitslos…

Die Erste Elektrische (siehe Innenraum-Panorama) war daher auch Stargast auf dem Neumarkt. Sie wurde extra mit einem Schwertransporter von Thielenbruch ins Stadtzentrum gebracht und stand während der Veranstaltung gut sichtbar in Platzmitte. Auf den beiden Gleisen der Nordseite wurden Sambawagen (siehe Innenraum-Panorama) 1300er, Finchen und Achtachser aufgestellt und konnten von den Besuchern ausgiebig inspiziert werden.

Nach etwa 15 Minuten musste ich schon wieder los. Meine Linie 7, die ich für eine große Runde fahren sollte, hatte übrigens auch etwas „Historisches“. Kaum ein anderer Niederflurwagen hat – wie Wagen 4119 – seit 10 Jahren die gleiche Werbung aufgeklebt. „50 Jahre Kölner Städtepartnerschaften“ erinnert an die 1952 zwischen Köln und Liverpool geschlossene Partnerschaft. Inzwischen könnte man aus der 50 eine 60 machen, was ein gewisser GIMP-Sprayer auch gemacht hat – allerdings nur zuhause am PC.

Nach 2,5 Stunden (einmal Zündorf, Frechen und zurück) war ich wieder am Neumarkt, diesmal für meine richtige Pause. Der Colonia-Express konnte diesmal seine Fahrgäste nicht wie gewohnt auf der Nordseite an Bord nehmen, sondern musste dies an der Einfahrt zur Haltestelle Neumarkt tun – sehr zur „Freude“ der Linie 9, die dahinter stand und die Kreuzung blockierte. Es ging dank Hilfe der Service-Mitarbeiter aber wirklich blitzschnell, bis die Strecke wieder frei war.

Das historische Flair der Museums-Oldtimerbahnen wurde auch durch einige Darsteller in historischen Gewändern untermalt.

Nach der Pause fuhr ich auf der Linie 18. Neumarkt –  Thielenbruch – Brühl – Thielenbruch – Vochem und Einfahrt Wesseling. Von etwa 16:45 bis 17:05 hatte ich meine zweite Wendezeit in Thielenbruch und konnte beobachten, wie der Dreiwagenzug „Finchen“ in die Museumshalle rangiert wurde. 1300er und Knüppelwagen waren schon dort. Die Gelegenheit war (trotz leichtem Regen) gut für ein paar Museumsfotos bei geöffneten Hallentoren. Nur die Rangierfahrt des Sambawagens konnte ich nicht beobachten, da meine Ausfahrt Richtung Vochem und Wesseling zuerst stattfand.

Insgesamt war es also ein sehr schönes Ereignis. Nur die „Geheimhaltung“ im Vorfeld fand ich etwas seltsam. Zum Glück passte es mit meinen Pausen und Wendezeiten sehr gut. Aber etliche Straßenbahnfans werden wohl erst im Nachhinein von diesem Ereignis erfahren haben.

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