An die Gesellschaft

Veröffentlicht: 22. Februar 2014 in Weltanschauliches

Wahre Worte.

NaDasKannJaHeiterWerden

ich habe es mir nicht ausgesucht, psychisch krank zu sein. das ist kein zustand, den ich freiwillig angetreten bin. und doch unterstellt man es mir irgendwie. ich werde verurteilt. ich werde mit distanz von oben bis unten begutachtet. „die“ ist schwach, labil, negativ, kriegt sowieso nix auf die reihe. sitzt den ganzen tag zuhause und hat zeit ohne ende. „wir“ arbeiten den ganzen tag und leisten unseren beitrag für die gesellschaft.

ich habe eine abgeschlossene berufsausbildung. ich habe mit schwerer depression eineinhalb jahre durchgearbeitet, bis ich mich das erste mal krank schreiben ließ. ein halbes jahr. dann habe ich wieder ein jahr gearbeitet. und dann brach ich komplett zusammen.

ich habe permanent ein schlechtes gewissen, weil ich meiner pflicht nicht mehr nachkommen kann.

es wird nicht hinter den menschen geblickt und hinterfragt, warum jemand psychisch krank geworden ist, welche sorgen und ängste ihn begleiten. der kampf gegen die krankheit wird…

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