Carsharing: Meine Anmeldung bei Flinkster

Veröffentlicht: 19. April 2015 in Bahn und Wahn, Shared Mobility
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Weiter geht’s mit dem Thema Shared Mobility. Nachdem ich mich bereits bei Cambio und DriveNow angemeldet hatte, kam nun Flinkster, das Carsharing der Deutschen Bahn, an die Reihe. Doch zunächst mag die Frage aufkommen, wozu noch eine weitere Anmeldung? Wozu überhaupt verschiedene Carharing-Anbieter nutzen?

Wie bereits ausgeführt, unterscheiden sich Cambio und DriveNow bereits vom Grundprinzip. Bei Cambio gibt es feste Stationen, bei denen man den Wagen ausleiht und auch dort wieder abgibt. Bei DriveNow hingegen gilt das „Free Floating“-Prinzip. Man findet die Autos quasi überall im Geschäftsgebiet und kann sie auch innerhalb des Geschäftsgebietes irgendwo wieder abstellen.

Flinkster gehört zu der ersten Gruppe. Die Autos haben feste Standplätze. Aber Flinkster ist bisher der einzige Carsharer, dessen Autos ich zu Fuß erreichen kann – am Bahnhof Bonn-Bad Godesberg. Das ist für mich der eine Hauptvorteil. Zu den in Bonn verfügbaren Autos von Cambio und Car2go (kommt später im Blog) muss ich erst mit Stadtbahn (oder Fahrrad) hinfahren – zu DriveNow sogar mit dem Zug nach Köln.

Aber es gibt noch zwei weitere Punkte, die mich dazu gebracht haben, mich auch bei Flinkster anzumelden. Das eine ist, dass man gleichzeitig für Call a Bike – die Leihfahrräder der DB – freigeschaltet wird. Dazu später mehr. Jetzt erst einmal zurück zur Anmeldung bei Flinkster und einem weiteren Vorteil:

Für KVB-Abokunden gibt es zwei verschiedene Varianten mit Kundenvorteilen, hier ausführlich erklärt. Bei dem grundgebührfreien Tarif gibt es monatlich 5 Euro Fahrtguthaben dazu. Dieser Tarif nennt sich „bundesweiter Tarif“ und ist der, den ich als Gelegenheitsnutzer nun habe. Für Vielnutzer gibt es den sogenannten „Lokaltarif“, bei dem das KVB-Abo die Grundgebühr um etwa 5 Euro monatlich senkt.

Anfangs fand ich die Begriffe „bundesweiter Tarif“ und „Lokaltarif“ etwas verwirrend. Es klingt so, als könne man den zweiten nicht deutschlandweit nutzen. Daher habe ich die Frage mal auf Facebook an Flinkster gestellt, und hier ist die Antwort: „Hallo Roland, der Lokaltarif wird von unserem lokalen Kooperationspartner Sharegroup angeboten. Der bundesweite Tarif ist unser eigener Tarif. Selbstverständlich kannst Du in beiden Tarifen alle angebotenen Fahrzeuge in ganz Deutschland nutzen. Viele Grüße Dein Flinkster-Team“

2015-04-19 14.03.01bDie Anmeldung für die „MobilitätsCard von KVB und Deutscher Bahn“ erfolgt problemlos über das Internet – den Link findet man auf der Flinkster-Seite der KVB. Nachdem alles ausgefüllt und abschließend ausgedruckt ist, geht man in ein KVB-Kundencenter, um sich die MobilitätsCard gegen 5 Euro Gebühr abzuholen. Außer der Kundenkarte bekommt man auch eine Einführungs-Broschüre und eine Einführung in Call a Bike.

2015-04-13 07.19.48Bisher habe ich noch keine Flinkster-Fahrt gemacht, aber Call a Bike habe ich schon erfolgreich ausprobiert. Und schonmal geschaut, wo die Autos am Godesberger Bahnhof stehen; wegen Bauarbeiten am Bahnhof derzeit etwas versteckter, was die App aber gut erklärt. Leider sind es nicht die schicken dreifarbigen Alfas o.Ä. wie auf den Unterlagen, sondern was Silbergraues, also passend zu meiner Frisur. 😉

Wermutstropfen bei Flinkster ist die extrem hohe Selbstbeteiligung im Schadensfall von 1500 Euro (!). Für eine Jahresgebühr von 90 Euro kann man den Selbstbehalt auf 300 Euro senken. Zum Vergleich: Bei Cambio zahlt man jährlich 50 Euro, um die Selbstbeteiligung von 1000 auf 200 Euro zu reduzieren.

Mein derzeitiges persönliches Fazit:

+ Viele Standorte bundesweit in Bahnhofsnähe
+ Für Abokunden 5 Euro Fahrtguthaben monatlich dabei (leider nicht akkumulierbar)
+ Gleichzeitige Anmeldung für Call a Bike
+ Möglichkeit zur Teilnahme am Bahn-Bonusprogramm (z.B. mit BahnCard)

Sehr hohe Selbstbeteiligung (bzw. hohe Jahresgebühr zur Senkung derselben)
Rückgabe immer nur dort, wo ausgeliehen wurde, also an festen Stationen

So ganz hat Flinkster mich bisher noch nicht überzeugt. Cambio ist günstiger. Aber solange Cambio noch keine Station in Bad Godesberg hat, bin ich froh, bei kurzfristigen oder sehr späten Autofahrten auch auf Flinkster ausweichen zu können.

Anmerkung: Die Artikel in dieser Reihe über Shared Mobility (Carsharing, Fahrradverleih) stellen keinen objektiven Vergleich dar, sondern beschreiben meine persönlichen Erfahrungen, Tipps und Eindrücke zum jeweiligen Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels. Auch verwende ich die Namen der genannten Unternehmen als privater Schreiber dieses Blogs ohne Berücksichtigung irgendwelcher Markenrechte, da ich nicht in geschäftlicher Konkurrenz zu diesen Firmen stehe. Sollten sich objektive Fehler in meine Beschreibungen eingeschlichen haben, so bin ich für Korrektur (als Kommentar zum Artikel) dankbar. Auch sonst freue ich mich natürlich über konstruktive Kommentare.

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Kommentare
  1. […] ich bereits im Artikel über die Anmeldung bei Flinkster schrieb, wurde ich gleichzeitig für das Fahrradverleihsystem der DB – Call a Bike – […]

  2. […] Carsharing: Meine Anmeldung bei Flinkster […]

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