Carsharing: Meine Anmeldung bei Car2go

Veröffentlicht: 25. April 2015 in Bahn und Wahn, Shared Mobility
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Nachdem ich mich bereits bei Cambio, DriveNow und Flinkster angemeldet hatte, stand als viertes Carsharing-Unternehmen, das eine Kooperation mit der KVB hat, noch Car2Go auf dem Wunschzettel. Hier gab es leider leichte Komplikationen mit der Anmeldung, aber am Ende wurde doch noch alles gut. 🙂

Wer sich als Abokunde über die Car2go-Seite der KVB registriert, bekommt nicht nur die 19 Euro Anmeldegebühr erlassen, sondern erhält außerdem 30 Freiminuten. Also versuchte ich die Anmeldung mit dem dort angegebenen Promo-Code „KVBABO“, aber leider gab es nur eine Fehlermeldung. Das Problem schilderte ich Car2go auf Facebook und innerhalb einer Stunde hatte ich die Antwort, dass der Fehler nun behoben sei. Klitzekleiner Tadel für den Fehler, aber extragroßes Lob für die schnelle Behebung.

Der Rest der Online-Anmeldung ging problemlos. Man meldet sich bei Moovel – wie Car2go eine Daimler-Tochter – an, was den Vorteil bietet, außer dem Smart-Carsharing von Car2go auch die Autovermietung „Car2go black“ nutzen zu können, wo man die Mercedes Benz B-Klasse per App mieten kann.

Am Ende der Anmeldung erhält man einen QR-Code zum Ausdrucken angezeigt, den man bei der Validierungsstelle mit Führerschein und Perso vorlegen soll. Mehr als bierdeckelgroß erscheint der QR-Code im Druck, und alles was er enthält, ist der Benutzername, der auch unten drunter steht. Hmm… vermutlich soll damit nur sichergestellt sein, dass derjenige die Anmeldeprozedur wirklich bis zum Ende durchgeklickt hat. Ein bissl schnickschnack ist das mit dem QR-Code dennoch. Aber das passt zu der Validierungsstelle, die in meinem Fall der Apple-Shop am Kölner Neumarkt war und die mit schickem Eipäd den Code einscannen durfte. 🙂

2015-04-24 09.19.15bNach der Überprüfung der Papiere rechnete ich damit, wie bei den anderen Carsharing-Firmen nun Kundenkarte und Infobroschüre etc. zu erhalten. Aber weit gefehlt. Die Karte soll per Post kommen. Meinen Führerschein legte ich am 13.4. vor, und am 22.4. kam „schon“ die Kundenkarte, in einem Umschlag mit handschriftlicher Adresse – vielleicht ein Indiz dafür, dass der Versand aufgrund meiner erneuten Anfrage bei Car2go nachgeholt wurde, als nach 1 Woche noch immer keine Kundenkarte da war. Allerdings sei angemerkt, dass ich auch ohne die Karte schon Car2go hätte nutzen können, da sich die Autos auch per App öffnen lassen.

Eine Einführungs-Broschüre habe ich weder bei der Validierung noch in besagtem Brief erhalten. Alles, was darin war, seht Ihr hier abgebildet: Ein kleiner Flyer mit der Kundenkarte, ein Anschreiben, ein Flyer für die Minutenpakete und einer für Car2go Black. Die nötigen Infos soll man sich vermutlich auf der Website holen – allzu kompliziert ist es ja auch alles nicht.

Was mir persönlich sehr gut an Car2go gefällt, dass zum Geschäftsgebiet Rheinland neben Düsseldorf und Köln auch eine winzige Ecke Bonn gehört, die gar nicht soo weit von Bad Godesberg entfernt ist. Ich kann also in der Nähe der Stadtbahnstationen Ollenhauerstraße und Olof-Palme-Allee einen Smart nehmen und damit (für knapp 5 Euro Aufpreis) nach Köln zur Arbeit brettern, wenn tatsächlich mal weder bei der Eisenbahn noch bei der Stadtbahn ein Durchkommen möglich sein sollte. Bei allen 3 anderen Carsharing-Unternehmen muss ich entweder an der gleichen Station abgeben (Cambio, Flinkster) oder Bonn gehört gar nicht dazu (DriveNow).

2015-04-23 17.17.35-1Außerdem ist es natürlich innerhalb Kölns Zufall, ob gerade ein freier Smart oder ein Mini/BMW in der Nähe parkt. Hat man beide Karten, kann man einfach das nächste Auto nehmen.

Die Selbstbeteiligung beträgt bei Car2go ’nur‘ 500 Euro – im Vergleich mit Flinkster ein wahres Schnäppchen. Für 9,90 pro Monat kann man sie auf Null reduzieren – für regelmäßige Nutzer vielleicht eine sinnvolle Option (die bei DriveNow 199 Euro pro Jahr kostet). Ein Angebot der Reduzierung bei einzelnen Fahrten (ähnlich DriveNow) gibt es derzeit nicht. Die Versicherungskonditionen sind damit gutes Mittelfeld und recht fair.

Meine erste Smartfahrt war nur ein Test, aber dank Berufsverkehr habe ich von Melaten bis Bahnhof Süd schon 2/3 meines 30-Minuten-Guthabens verbraucht. Aber alles hat gut geklappt. An diese Automatik muss ich mich aber auch noch etwas gewöhnen.

Mein derzeitiges persönliches Fazit:

+ „Free Floating“ ohne feste Stationen
+ Auch Fahrten möglich, die z.B. in Köln beginnen und in Bonn oder Düsseldorf enden (gegen Aufpreis)
+ Einfachere Parkplatzsuche dank Ultrakurzauto 😉
+ Zusätzliches appgestütztes Mietwagenangebot Car2go Black für Mercedes B-Klasse

Etwas ‚holprige‘ Anmeldung mit QR-Code und Kundenkarten-Versand
Keine aussagekräftige Infobroschüre

Insgesamt macht auch Car2go eine gute Figur. Für mich eine praktische Ergänzung zum Free-Floating-Angebot von DriveNow. Und das ohne zusätzliche Fixkosten.

Anmerkung: Die Artikel in dieser Reihe über Shared Mobility (Carsharing, Fahrradverleih) stellen keinen objektiven Vergleich dar, sondern beschreiben meine persönlichen Erfahrungen, Tipps und Eindrücke zum jeweiligen Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels. Auch verwende ich die Namen der genannten Unternehmen als privater Schreiber dieses Blogs ohne Berücksichtigung irgendwelcher Markenrechte, da ich nicht in geschäftlicher Konkurrenz zu diesen Firmen stehe. Sollten sich objektive Fehler in meine Beschreibungen eingeschlichen haben, so bin ich für Korrektur (als Kommentar zum Artikel) dankbar. Auch sonst freue ich mich natürlich über konstruktive Kommentare.

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Kommentare
  1. […] Call a Bike und KVB-Rad ebenso wie die “Free floating” Carsharing-Autos von Car2go und DriveNow flexibel im jeweiligen Geschäftsbereich der Stadt abgestellt werden können, ist […]

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