Mit ‘Bahnübergang’ getaggte Beiträge

Ich habe glaub ich schonmal erwähnt, dass das Vorbeilaufen oder -radeln an schließenden oder geschlossenen Schranken bzw. Halbschranken keine Kleinigkeit ist, sondern in Deutschland mit 350 Euro (+ Verwaltungsgebühren) Bußgeld belegt ist.

Leider werden diese gut 370 Euro viel zu selten von der Polizei kassiert. Was zur Folge hat, dass diese Unsitte immer mehr um sich greift. In der Lokalzeit Bonn des WDR war einmal ein Beitrag über eine Frau, die sich öffentlich darüber aufgeregt hat, zur Kasse gebeten worden zu sein. Und dass dieses Kavaliersdelikt so teuer sei.

Meiner Meinung nach ist sie mit ihren 372,50 noch billig davongekommen. Andere bezahlen das mit ihrem Leben, z.B. heute wieder auf meiner Stammstrecke, der „Vorgebirgsbahn“-Linie 18 zwischen Köln und Brühl und Bonn:
Tödlicher Unfall auf der Luxemburger Straße: 30-Jährige von Bahn überrollt:

Gegen 12.20 Uhr ist eine 30-jährige Frau an der Haltestelle Arnulfstraße auf Höhe der Luxemburgerstraße 230 bei Rot über die Straße gegangen. Aus ungeklärter Ursache hat sie laut Angaben der Polizei die herannahende Bahn der Linie 18 in Richtung Innenstadt nicht gehört. Die Frau wurde von der Bahn erfasst, mitgeschleift und tödlich verletzt.

Okay, hier war es „nur“ eine Fußgängerampel ohne Schranken. Sie ist nicht nur bei Rot über die Straße gegangen, sondern auch über die Gleise. Aber alle 2,5 Minuten fährt auf der Strecke ein Zug; wie kann man da „nach Gehör“ überqueren wollen? Bestimmt hat sie sich wie hunderte Rotläufer, die ich wöchentlich beobachte, auch gedacht: „Et hätt noch immer jot jejange“. Aber nein, „Et kütt wie et kütt“, und manchmal kommts mit 40-60 km/h, mit langem Bremsweg und ohne Möglichkeit auszuweichen.

Meiner Meinung nach ist es weder eine harmlose Unsitte, noch eine Kleinigkeit oder ein Kavaliersdelikt, Gleise an roten Ampeln oder geschlossenen Schranken zu überqueren. Klar ist derjenige, der das Risiko eingeht, am stärksten betroffen. Nur Chuck Norris hält einen fahrenden Zug mit dem linken Ellbogen an. Aber selbst dann, wenn ein Überqueren risikofrei und ohne körperliche Folgen geschieht, berührt es doch einen grundsätzlichen Punkt, quasi einen stillschweigenden Vertrag zwischen dem Triebfahrzeugführer und der Öffentlichkeit. Darüber möchte ich hier kurz philosophieren: (mehr …)

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