Mit ‘Joachim Fuchsberger’ getaggte Beiträge

Zum Testen der kostenlosen Onleihe von eBooks meiner Stadtbibliothek habe ich mir das Buch von „Blacky“ Fuchsberger auf das Handy geladen und innerhalb einer Woche gelesen (so lange ist die Verleihfrist bei eBooks – da sollte man sich nichts Umfangreiches aussuchen…).

„Altwerden ist nichts für Feiglinge“ ist ganz nett zu lesen. Es ist allerdings keine tiefgründige Abhandlung über das Thema, und es ist auch keine Fuchsberger-Altersbiographie. Eher eine Erzählsammlung recht unzusammenhängender Episoden aus seinem Leben (mit unterschiedlichem Bezug zum Thema Altwerden) – garniert mit mancherlei Anmerkungen unterschiedlichster Qualität.

Also, nette Zwischendurchlektüre, und als solche durchaus unterhaltsam. Auch regt es zum einfühlsameren Umgang mit älteren Menschen an. An wenigen Stellen ist das Buch auch durchaus lehrreich. Man erfährt, wie man sich in Australien mit der unbefristeten deutschen Drivers License durchmogeln kann, und warum man ab einem gewissen Alter besser den Pilotenschein abgibt. Auch erfährt man Fuchsbergers Vorurteile gegen Männer mit langem Haar, was für ihn grundsätzlich gleichzusetzen mit „ungepflegt“ ist. Dass er nichts für den Rock and Roll übrig hat, verzeiht man ihm aber spätestens dann, wenn er auch über die Volksmusik ablästert.

Mindestens an zwei oder drei verschiedenen Stellen des Buches ärgert er sich darüber, dass man ’seinen‘ Spielfilm „Live is life“ vor der Ausstrahlung in „Die Spätzünder“ umbenannt hat. Dies verstärkt den Eindruck, nicht ein durchgehendes Buch zu lesen, sondern eine Kurzgeschichtensammlung. Natürlich ist der Titel „Die Spätzünder“ nicht auf das Leben der Altersheimbewohner bezogen, sondern darauf, dass sie erst im fortgeschrittenen Alter eine (kurzhaarige…) Rockband gründen, um sich gegen die Tyrannei der Heimleiterin aufzulehnen. Fuchsberger hat aber gar kein Interesse daran, an dem geänderten Titel etwas Gutes zu finden (oder zumindest mal sachlich die Argumente anzugehen, warum der Film umbenannt wurde). An solchen Stellen hat das Buch was Alterstarres, ein beleidigtes „Uns fragt mal wieder keiner“. Schade eigentlich.

Buchvorstellung und Leser-Rezensionen auf Amazon.de: Joachim Fuchsberger: Altwerden ist nichts für Feiglinge

Seit gut einem Monat bin ich nun Kunde der Stadtbibliothek Köln (angemeldet am 1.7. als allererster Flatrate-Kunde). Neben CDs und DVDs, die ich nun ohne Extra-Gebühren ausleihen kann (ebenso wie Bücher), bieten die Stadtbüchereien vieler Städte auch die kostenlose Online-Verleihe von eBooks an. Dies habe ich nun ausprobiert – mit gemischtem Erfolg.

Zunächst installiert man die App Onleihe und den Aldiko Book Reader. In der Onleihe muss man nun die Stadtbücherei angeben und sich anmelden. Auch wird das DRM (die digitale Rechteverwaltung) eingerichtet, denn man bekommt die Bücher ja nicht geschenkt, sondern jeweils für 1 Woche kostenlos geliehen. Danach lassen sie sich nicht mehr öffnen – außer man leiht es neu aus.

Mein erstes Leih-eBook war das aktuelle Buch von Joachim Fuchsberger über das Altwerden. Obwohl es kein sonderlich umfangreiches Werk ist, merkt man doch recht bald, wie schnell so eine Woche vorbeigeht. Dies ist auch mein Hauptkritikpunkt an dem eBook-Verleih: 1 Woche Ausleihfrist reicht vermutlich den wenigsten Berufstätigen für die Lektüre eines Buches. Immerhin steht das Buch am Rückgabetag noch komplett zur Verfügung und erst am nächsten Tag lässt es sich nicht mehr öffnen.

Man kann Bücher vormerken – ich habe den Fuchsberger direkt nochmal vorgemerkt. Man wird dann per eMail informiert, wenn es zur Verfügung steht. Nachdem ich die abgelaufene Version aus dem Aldiko-Bücherregal gelöscht hatte, ließ sich die neu ausgeliehene Datei problemlos herunterladen und wieder für 1 Woche öffnen.

Mein zweiter Buch-Download schlug allerdings fehl. Beim Öffnen des ausgeliehenen Matussek-Titel über sein seltsames katholisches Abenteuer kommt immer nur die Fehlermeldung: „Import fehlgeschlagen [Pfad/Dateiname] No such file or directory“. Naja, mir wird trotzdem nicht langweilig. Denn noch habe ich genügend Papierbücher, wenn auch meist aus dem Gegen-Lager…