Mit ‘Jobticket’ getaggte Beiträge

Frage an alle VRS-Tarifkundigen, ich hol aber erstmal weiter aus:

Meine Freundin beginnt in 2 Wochen einen neuen Job, bei dem sie morgens von Bornheim-Waldorf (Linie 18, Vorgebirgsbahn) nach Köln-Sürth (Linie 16, Rheinuferbahn) fahren muss (und nachmittags zurück). Leider bekommt sie kein Jobticket. Und leider gibt es zwischen diesen beiden Stadtbahnlinien keine gescheiten ganztägigen Querverbindungen. Man kann zwischen Linie 16 und 18 entweder in Köln am Barbarossaplatz oder in Bonn-West umsteigen, dreht also einen ziemlichen Umweg, wenn man je nach Uhrzeit nicht das „Glück“ hat, von einem Bus langwierig über die Dörfer geschaukelt zu werden. Für eine Tour, die mit dem Auto offiziell 21 Minuten dauert, ist sie (inklusive der Fußwege) etwa 85 Minuten unterwegs.

Wenn sie Früh-Woche hat, wird sie zunächst die Buslinie 818 nach (Bornheim-)Hersel nehmen können und durchfährt somit die Gemeinden Bornheim, Wesseling, Köln – also Preisstufe 3 über Wesseling. Würde sie mit 18 und 16 über (Köln-)Barbarossaplatz fahren, müsste sie fast 20 Minuten früher los. Dann hätte sie auch Preisstufe 3 – allerdings die Gemeinden (Tarifzonen) Bornheim, Brühl und Köln.

Da die Umsteigezeit am Barbarossaplatz aber nur utopische 3 Minuten beträgt (oder man muss noch früher los), würde sich für Inhaber einer VRS-weiten Zeitkarte (Jobticket) Umsteigen in Bonn-West anbieten. Als Monatskarte ist dies dann aber Preisstufe 4 und etwa 50% oder 60 Euro teurer (ca. 183 statt 123 Euro). In diesem teureren Ticket ist dann aber nicht mal die Möglichkeit enthalten, über Brühl zu fahren (beispielsweise, wenn der Zug Richtung Bonn nicht kommt).

Meine Frage(n) also: Wie löst man dieses Tarif-Dilemma? Habe ich was übersehen (beispielsweise ein Pauschal-Monatsticket für alle Gemeinden, die von der 18 und 16 tangiert werden und mit dem man beliebig zwischen Bonn und Köln hin- und herfahren kann, ohne sich auf eine bestimmte Route festzulegen)?

Und noch ein paar Grundsatzfragen: Sollte man wirklich 180 Euro monatlich ausgeben, um die 4fache Fahrzeit zu benötigen als mit dem Auto? Warum muss man die Umwege, die man mangels ausreichendem Querverkehr drehen muss (von Bornheim nach Sürth über Bonn-West…) eigentlich mitbezahlen? Ist es sinnvoll, dass Verkehrsverbünde umso mehr verdienen, je schlechter ihr Angebot ist? Okay, ich höre auf. Diese Fragen sind vielleicht allzu grundsätzlich. Über Kommentare mit Antworten auf die gestellte Tarif-Frage würde ich mich jedoch sehr freuen.