„Meine“ Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen

Veröffentlicht: 19. März 2012 in Plastikknobelkram
Schlagwörter:, , , , , , , , , , ,

200x200-3x3x3Hier in diesem Blog möchte ich auch „meine“ Anfängermethode zur Lösung des Standard-Zauberwürfels (3x3x3) schildern.

Im Teil 1 auf dieser Seite geht es um die ersten beiden Ebenen.
Wenn diese geschafft sind, kommt Teil 2 mit der Lösung der dritten Ebene.

NEU: Seit April 2017 gibt es einen Spickzettel zu dieser Anfängerlösung, den Ihr Euch runterladen und ausdrucken könnt und der hoffentlich hilft, das hier Gelernte zu vertiefen und einzuprägen. Quasi eine Kurzfassung dieses Tutorials. Zum Lernen empfehle ich aber dennoch die Online-Version hier im Blog, denn die ist ausführlicher und mit Videos.

Grundsätzliches

Zauberwürfel mit 2 fehlenden Ecken und 2 fehlenden KantenBevor man beginnt, den Zauberwürfel zielgerichtet zu lösen, sollte man sich ein wenig gedanklich mit seinem Aufbau beschäftigen. Dazu kann es hilfreich sein, mal einen Zauberwürfel von innen anzuschauen bzw. auseinanderzubauen.

Wie man sieht, gibt es drei Arten von Steinen: Mittelsteine (mit 1 Farbe), Kantensteine (mit 2 Farben) und Ecksteine (mit 3 Farben – auch wenn man auf dem Foto nicht alle 3 Farben einer Ecke sieht).

Egal wie man den Würfel verdreht: Mittelsteine bleiben immer Mittelsteine, Kanten immer Kanten und Ecken immer Ecken. Es ist also nicht möglich, dass aus einer Ecke eine Kante wird, etc. Es sind also immer alle Aufkleber außen und es gibt keine „versteckten Farben“ im Inneren. Eigentlich logisch und intuitiv klar, aber trotzdem sollte man sich das einmal bewusst machen. Ich habe schon Anfänger gesehen, die leicht verzweifelt versucht haben, eine Ecke an einen Kantenplatz zu drehen.

Mittelsteine (Achsenkreuz) eines ZauberwürfelsEine weitere wichtige Erkenntnis kann man am auseinandermontierten Zauberwürfel ebenfalls begreiflich machen: Die Mittelsteine können untereinander nicht die Position tauschen. Weiß bleibt immer gegenüber von Gelb, etc. Die Mittelsteine können zwar an ihrem Platz gedreht werden (und nehmen dabei die Kanten und Ecken mit, was diese bekanntlich arg durcheinanderbringt). Aber untereinander getauscht werden können die Mitten nicht.

Daraus ergibt sich, dass man anhand der Mittelsteine direkt erkennen kann, welche Farbe auf die jeweilige Seite gehört.

Doch nun geht’s los. Falls der Würfel noch nicht gemischt ist, sollte er nun gründlich gemischt werden. Und dann beginnen wir wie folgt:

1. Die erste Ebene (weiß)

Den 3er-Würfel löst man am besten nicht farbneutral, sondern gewöhnt sich lieber an, mit der weißen Fläche zu beginnen, dann die mittlere Ebene folgen zu lassen und zuletzt die dritte Ebene (gelb) zu lösen. Das Schöne ist: Die ersten beiden Ebenen lassen sich weitgehend „intuitiv“ lösen – also ohne langes Lernen von festen Zugfolgen.

Ein Vorteil dieses Beginnens mit Weiß ist, dass man die Reihenfolge der „mittleren“ Farben (Rot, Blau, Orange, Grün) leichter im Kopf behält und so auch schneller sieht, ob ein Stein zur ersten („weißen“), zweiten (weder weiß noch gelben) oder dritten („gelben“) Ebene gehört.

1.1 Das weiße Kreuz

Zunächst kümmern wir uns um die Kanten der weißen Ebene, also die vier (zweifarbigen) Steine, die weiß und jeweils noch eine andere Farbe haben. Diese vier Kanten müssen rund um den weißen Mittelstein gebracht werden, so dass sich ein weißes Kreuz ergibt.

Hier im Anfänger-Tutorial gehe ich davon aus, dass die weiße Seite dabei oben liegt. Fortgeschrittene Speedcuber bauen das weiße Kreuz vermutlich gleich auf der Unterseite, aber für den Anfänger ist es übersichtlicher, bei diesem Schritt Weiß noch oben zu lassen.

Kanten der ersten EbeneBei der Erstellung des weißen Kreuzes ist zu beachten, dass jeder der 4 Kantensteine auch zwischen den beiden passenden Mittelsteinen landet. Im Beispielfoto sieht man dies gut: Der blau-weiße Kantenstein sitzt zwischen den Mittelsteinen blau und weiß. Und der orange-weiße Kantenstein sitzt auch am richtigen Platz, also zwischen orange und weiß. Dass die beiden hinteren weißen Kanten jeweils auch am richtigen Platz sind, könnt Ihr zwar nicht sehen, aber Ihr könnt es mir glauben. 🙂

Die vier „weißen Kanten“ (also die weiß enthaltenden Kantensteine) werden intuitiv an ihren Platz auf der „weißen Seite“ (also der Seite mit dem weißen Mittelstein) gedreht, ganz ohne festgelegte Zugfolgen. Probiert es aus, es ist auch für einen Anfänger nicht allzu schwer.

Wenn’s noch ein wenig schwerfällt, das weiße Kreuz zu erzeugen, sind dabei vielleicht folgende Überlegungen nützlich:

Weiße Kante auf der mittleren Ebene

Jeder Kantenstein lässt sich generell mit zwei verschiedenen Drehungen von seinem Platz bringen – nämlich immer mit der Drehung um die beiden benachbarten Mittelsteine. Je nachdem landet er unterschiedlich auf der Oberseite.

Wenn meine weiße Kante also noch auf der mittleren Ebene sitzt und ich sie auf die weiße Seite nach oben drehen möchte, schaue ich zunächst mal, welche der beiden möglichen Drehungen die weiße Seite auch neben den weißen Mittelstein bringen würde. Ich mach’s aber noch nicht, sondern drehe dann erst einmal den richtigen Platz der weißen Ebene an die Stelle, wo die Kante dann zum liegen kommt, wenn ich sie korrekt hochdrehe.

Beispielsweise achte ich beim Einbau der orange-weißen Kante darauf, dass sie rechts neben der blau-weißen Kante landet (sofern diese schon eingebaut ist). Wenn ich die vier weißen Kanten in der richtigen Reihenfolge nebeneinander montiert habe, kann ich das weiße Kreuz so ausrichten, dass es korrekt an die Mittelsteine blau, orange, grün, rot anschließt. Falls nicht, habe ich zwei oder mehr Kanten vertauscht.

Weiße Kante auf der gegenüberliegenden (gelben) Ebene

Sitzt die weiße Kante unten, gibt es zwei Möglichkeiten. Liegt ihre weiße Fläche auf der Unterseite, also neben der gelben Mitte, dann ist es ganz einfach: Um 180 Grad nach oben gedreht, landet sie mit ihrer weißen Fläche neben dem weißen Mittelstein. Vorher natürlich drauf achten, dass sie an der richtigen Stelle nach oben kommt. Also entweder die Oberseite oder die Unterseite so ausrichten, dass die weiße Kante an der richtigen Stelle auftaucht.

In dem Falle, dass der weiße Kantenstein auf der unteren Ebene so liegt, dass seine weiße Seite nicht nach unten (auf Gelb) zeigt, dann ist sie leider nicht in einem Rutsch korrekt auf die Oberseite zu bringen.

In diesem Falle dreht man sie mit einer Vierteldrehung auf die mittlere Ebene und baut sie von dort aus richtig herum ein (wie schon oben beschrieben).

Weiße Kante falsch herum auf der oberen Ebene

Es gibt natürlich auch den Fall, wo die weiße Kante schon auf der oberen (weißen) Ebene sitzt, aber falsch herum (also mit ihrer ‚bunten‘ Seite neben der weißen Mitte). Dann dreht man sie einfach auf die mittlere Ebene zurück und baut sie von dort richtig herum ein. Solche Kanten macht man am besten als letztes – denn vielleicht werden sie beim Einbauen anderer weißer Kanten schon von selbst nach unten befördert.

Soviel erst einmal zu dem Erzeugen des weißen Kreuzes. Wie gesagt, mit ein bisschen Knobeln und Probieren geht es ganz intuitiv. Man kann ja noch nicht viel am Würfel verdrehen bei diesem ersten Schritt.

Wer schon etwas Übung mit dem weißen Kreuz hat, sollte versuchen, es möglichst in höchstens 7 Zügen zu schaffen. Und wenn es ihm gelingt, sich diese maximal 7 Züge sich schon vor Beginn des Drehens auszudenken, hat er einen wichtigen Schritt in Richtung Speedcubing bereits getan. Denn dabei darf man sich den Würfel vor dem Drehbeginn einige Sekunden lang anschauen. In dieser Zeit planen die Speedcuber schon die Erstellung des weißen Kreuzes, das sie dann spätestens in 1-2 Sekunden fertig haben.

NEU: Falls Du noch „blutiger Anfänger“ bist und noch Probleme mit dem weißen Kreuz hast, dann habe ich hier noch einen Tipp für Dich veröffentlicht, wie man durch einen Zwischenschritt (das sogenannte „Gänseblümchen“) einfacher zum weißen Kreuz gelangt.

1.2 Die weißen Ecken

In der Anfängermethode wird nach dem weißen Kreuz zunächst die erste Ebene fertiggestellt, indem die „weißen Ecken“ – also die 4 Ecken, die weiß enthalten – eingefügt werden.

An dieser Stelle empfiehlt es sich, den Würfel umzudrehen. Ab jetzt ist die gelbe Seite oben. Dies ist zwar zunächst ungewöhnlich, aber es ist wesentlich sinnvoller, auf die unsortierten Steine zu schauen als auf die bereits fertig gestellten. Auf diesem Bild blicken wir jedoch von unten gegen die weiße Seite, um das Ziel dieses Abschnitts zu sehen: Die weiße Seite ist komplett fertig, und auch die Ränder der unteren Ebene passen zu den Mittelsteinen der angrenzenden Würfelseiten.

Tipp: Wer schon ein wenig Übung mit der Anfängermethode hat, kann übrigens hier eine „Abkürzung“ nehmen und die Ecken der unteren Ebene mit den dazugehörigen Kanten der zweiten Ebene gleichzeitig einbauen – das nennt man F2L (First 2 Layers, also die ersten beiden Ebenen). Dazu mehr in einem späteren Tutorial oder im englischsprachigen Video RiDo’s Hunting Story.

Doch zunächst empfiehlt es sich auf jeden Fall, die ersten beiden Ebenen einzeln lösen zu können – das kann man trotz „Abkürzung“ auch später noch immer gebrauchen (beispielsweise dann, wenn eine der weißen Ecken zufällig schon richtig steht, nachdem das weiße Kreuz gebildet wurde). Zunächst kommen nun also die weißen Ecken dran.

Wenn Du eine Ecke mit weiß auf der Oberseite (gelbes Mittelteil) entdeckt hast, drehe die Oberseite so, dass die Ecke über ihrem gewünschten Platz liegt. Hast Du beispielsweise die weiß-blau-rote Ecke auf der oberen Seite gefunden, stelle sie über den blauen und roten Mittelstein. Dann halte den Würfel so, dass die Ecke vorne rechts oben liegt.

Es gibt nun drei Möglichkeiten, wie diese Ecke angeordnet sein kann. Entweder ist ihre weiße Fläche seitlich (rechts), oder die weiße Fläche ist vorne, oder sie ist oben.

Weiße Fläche seitlich (rechts)

Wenn die weiße Fläche rechts ist, hast Du den einfachsten Fall. Du brauchst dann nur die rechte Seite im Uhrzeigersinn zu drehen, dann die Oberseite im Uhrzeigersinn und die rechte Seite zurück. Wenn Du die Notation berits gelernt hast: R U R‘

notation-r100 notation-u100 notation-r_100


Weiße Fläche vorne (bzw. links)

Ist die weiße Fläche vorne, dann drehen wir den gesamten Würfel im Uhrzeigersinn („Y“ genannt), so dass die gewünschte Ecke nun oben links vorne liegt und ihre weiße Fläche nun links zu finden ist. Jetzt haben wir exakt die gespiegelte Situation von vorhin, d.h. mit L‘ U‘ L können wir sie an ihren Platz bringen.

notation-l_100 notation-u_100 notation-l100

Diese beiden Züge, R U R‘ bzw. L‘ U‘ L, nennt man übrigens „einloggen“. Zunächst öffnet der erste Dreh den „Slot“, also den Platz der untersten (und auch der zweiten) Ebene, wo der Stein (bzw. später: die beiden Steine gleichzeitig) eingebaut werden soll. Beim Öffnen des Slot ist die gewünschte Ecke nach hinten gekippt. Aber durch die folgende Drehung der Oberseite wird sie in der richtigen Lage wieder nach vorne geholt, um dann beim dritten Einzelzug mit nach unten zu wandern, wenn der Slot wieder geschlossen wird.

Solange die weiße Seite einer Ecke also nicht ausgerechnet nach oben zeigt, kann man sie ganz leicht einloggen: Würfel so halten, dass die weiße Seite der Ecke seitlich zeigt, und dann auf dieser Seite den Slot öffnen (Ecke kippt nach hinten), die Ecke durch Drehen der Oberseite wieder nach vorne holen und den Slot wieder schließen.

Tipp: Wenn Du die Situation hast, dass die weiße Fläche vorne rechts ist, kannst Du (statt Y + L‘ U‘ L) auch eine der folgenden Varianten ausprobieren. Schau einfach, welche Dir am besten gefällt, oder nutze sie alle 3:

  • U R U‘ R‘ – „SexyMove rückwärts“ (siehe Erklärung weiter unten).
    Also Ecke auf die Seite stellen, Slot öffnen, Ecke eindrehen, Slot schließen.
  • R‘ F R F‘ – „Sledgehammer“ genannt. Also ‚wie mit dem Vorschlaghammer‘ die Ecke erst runter an ihren Platz hauen. Und diese dann mitsamt dem neu entstandenen weißen Block vorne links in Sicherheit bringen. Danach wird die weiße Unterseite wieder hergestellt.

Diese beiden Züge sind auch dann besonders gut geeignet, wenn die weiße Ecke schon mit ihrer farblich passenden Kante korrekt zusammensteht. Dann wird diese Kante gleich mit eingebaut („F2L“), weil das Kante-Ecke-Paar bei diesen beiden Zügen gar nicht getrennt wird.

Weiße Fläche oben

Ein wenig komplizierter ist es, wenn die weiße Fläche der gewünschten Ecke nach oben zeigt. Dann behilft man sich mit R U2 R‘ U‘ – und dann steht die Ecke perfekt ausgerichtet mit weißer Seite rechts, so dass sie wie in Fall 1 beschrieben eingeloggt werden kann (R U R‘).

notation-r100 notation-u2-100 notation-r_100 notation-u_100

Mit diesem Wissen sollte es möglich sein, die erste Seite fertigzustellen. Wenn keine weiße Ecke mehr oben ist, sondern diese sich am falschen Platz und/oder in falscher Drehung auf der unteren Ebene befinden, dann holt man sie durch Einloggen einer anderen Ecke zunächst nach oben, um sie dann am richtigen Platz und richtig gedreht wieder einzuloggen.

Die Grundlagen und die Lösung der ersten Ebene kannst Du Dir auch in diesem Video anschauen:

Jetzt, wo die weiße Fläche fertig ist, kommt Schritt 2:

2. Die mittlere Ebene

Nun wenden wir uns der mittleren Ebene zu, die alle Steine tragen soll, welche weder weiß noch gelb enthalten. Diese zweite Ebene läuft als als „Äquator“ zwischen der gelben und der weißen Ebene einmal rund um den Zauberwürfel über die Seiten Rot, Grün, Orange und Blau.

Die zweite Ebene ist ja schon halb fertig. bevor wir uns überhaupt um sie gekümmert haben, da sie ja nur aus 4 unvertauschbaren Mittelstücken und 4 Kantenstücken besteht (die 4 „unweißen/ungelben“ Kanten). Die Mittelstücke stehen ja schon am Platz – passend zur Ausrichtung der unteren Ebene. Wir müssen also nur einen einzigen Zug lernen, mit dem man die Kante von der oberen Ebene am gewünschten Platz zwischen den passenden Mittelstücken der mittleren Ebene einbaut.

Das Bild zeigt das Ziel dieses Lösungsschrittes: Die weiße Ebene und die angrenzende Ebene sind fertiggestellt – also alle Steine, die kein Gelb enthalten. Auf der oberen Ebene ist noch Chaos, während die unteren beiden Ebenen fertig sind.

Zunächst suchen wir uns auf der Oberseite möglichst einen Kantenstein, der kein Gelb enthält – der daher auf die zweite Ebene gehört. Um einen „ungelben“ Kantenstein von der oberen Ebene auf die passende Stelle der mittleren Ebene zu drehen, gehen wir wie folgt vor:

Zunächst stellen wir den Kantenstein über die farblich passende Mitte. Wollen wir beispielsweise den orange-blauen Kantenstein zwischen die Mittelsteine orange und blau einsetzen, so drehen wir ihn an den farblich passenden Mittelstein heran. Je nach Lage der Kante ist dies also entweder der orange oder der blaue Mittelstein. Wir halten den Würfel nun so, dass diese Seite nun nach vorne zeigt (gelb bleibt oben).

Mit einer Vierteldrehung der Vorderseite nach rechts oder links (Uhrzeigersinn oder Gegenuhrzeigersinn, F oder F‘) könnte er jetzt seinen korrekten Platz zwischen den Mittelsteinen seiner Farben einnehmen – machen wir allerdings nicht, denn dabei ginge die erste Ebene wieder kaputt. Wir lassen ihn also brav oben auf der gelben Ebene über seinem Mittelstein. Doch wir nutzen diese Überlegung um zu entscheiden, wie es nun weitergeht: Muss der Stein links oder rechts eingebaut werden?

Kante links einbauen

Wenn der Platz, wo die Kante eingebaut werden soll, links ist, geht es so:

Mit U‘, also einer Vierteldrehung der Oberseite gegen den Uhrzeigersinn, bringen wir ihn weg von dem Platz, wo er eingeloggt werden soll – also auf die gegenüberliegende Seite. Trägt er beispielsweise die orange Seite oben, so drehen wir ihn über Rot. Trägt er die grüne Seite oben, so drehen wir ihn über Blau, etc.

Aus dieser Ausgangsposition heißt unsere Zugfolge nun:
SexyMove links, links drehen, einloggen rechts.
(Oder jugendfrei: Slot links ‚öffnen, eindrehen, schließen‘, weiße Ecke zurück über den Slot stellen, drehen/umgreifen und dann einloggen rechts).

Im Detail: (L‘ U‘ L U) Y‘ (R U R‘)

notation-l_100 notation-u_100 notation-l100 notation-u100

notation-y_100notation-r100 notation-u100 notation-r_100

Den „Sexy Move rechts“ (R U R‘ U‘) hatte ich auf der Seite Notation bereits kurz vorgestellt. Dies hier, „Sexy Move links“ (L‘ U‘ L U), ist die gespiegelte Version davon für die linke Seite des Würfels. Übrigens ein gutes Fingertraining für die linke Hand. Auch er ist nach 6 Durchgängen wieder am Ausgangspunkt.

Wenn alles geklappt hat, müsste die Kante nun am korrekten Platz stehen.

Kante rechts einbauen

Zweiter Fall: Wenn der Platz, wo die Kante eingebaut werden soll, rechts ist, geht es so:

Mit U, also einer Vierteldrehung der Oberseite im Uhrzeigersinn, bringen wir ihn weg von dem Platz, wo er eingeloggt werden soll – also auf die gegenüberliegende Seite. Trägt er beispielsweise die blaue Seite oben, so drehen wir ihn über Grün. Trägt er die rote Seite oben, so drehen wir ihn über Orange, etc.

Aus dieser Ausgangsposition heißt unsere Zugfolge nun:
SexyMove rechts, rechts drehen, einloggen links.
(Oder jugendfrei: Slot rechts ‚öffnen, eindrehen, schließen‘, weiße Ecke zurück über den Slot stellen, drehen/umgreifen und dann einloggen links).

Im Detail: (R U R‘ U‘) Y (L‘ U‘ L)

notation-r100 notation-u100 notation-r_100 notation-u_100

notation-y100 notation-l_100 notation-u_100 notation-l100

Wenn alles geklappt hat, müsste die Kante nun am korrekten Platz stehen.

Mit diesen beiden Varianten lässt sich jede „ungelbe und unweiße“ Kante von der Oberseite richtig herum auf der mittleren Ebene einsetzen. Falls oben nur noch gelbe Kanten zu finden sind, muss man halt mit einem dieser beiden Züge erst eine gelbe Kante auf der mittleren Ebene einbauen, um die falsch liegende „ungelbe“ Kante nach oben zu holen.

Damit sollte sich Ebene 2 korrekt zusammenbauen lassen. Der Würfel ist nun zu zwei Dritteln gelöst („F2L“ – First Two Layers). Hier ist noch das Video mit den Erklärungen zur zweiten Ebene:

Weiter geht es mit der dritten und letzten Ebene, die alle Steine mit gelben Aufklebern enthält. Das Lösen der noch fehlenden Ebene wird in Teil 2 dieses Tutorials beschrieben.

Advertisements
Kommentare
  1. Ali Baa Baa sagt:

    Hallo Roland,

    dies ist der geilsten drei deutschprachigen Seiten über den klassischen Zauberwürfel mit seinen nächsten Verwandten. Als jemand der in seiner Kindheit das Auswendiglernen der Züge scheute und verabscheute, brauchte ich über einige Anläufe über Jahre für die ersten beiden Ebenen. Vor kurzen habe ich aufgegeben und mir dann doch mal die Notation reingezogen, um wenigstens einmal die oberste Lage bzw. Liga zu schaffen und da viel mir auf, dass es ja verschiedene Vorgehensweisen in der letzten Ebene gibt und ich bin wieder angefixt worden.
    Und hier wird von der Anfängermethode stufenlos zur Friedrich alles perfekt erklärt und nicht nur stumpf in den Kopf geschüttet. So nette Spielchen mit den Slots zukleben, um erst mal mit genialen Tricks andere Würfel emulieren bevor man Geld ausgibt bzw. ungeduldig auf Päckchen wartet. Und auch sehr gute Links mit ganz anderen Erklärungen zu den ersten beiden Layern, die zwar kindlich tierisch erscheinen, aber das intuitive gesamt Verständnis massiv fördern bzw.
    Als alter Sack kann ich nur über etwas zu viele Videos meckern, aber wie gesagt, gut ist die Auswahl immerhin. Imsgesamt das große Ooohhm fördernd.
    Die anderen sehr guten Seiten sind speedcube.de und speedcubing.ch – aber für meinen Geschmack jeweils ein Tacken zu eng fokussiert, eher schon für Profis und Heckticker…

    Weiter so und vielen Dank

    Alex

  2. Jim Knopf sagt:

    Ja nun – alle diese Methoden, die als 1. eine ganze Ebene vollständig machen sind doch ineffektiv.
    Man nimmt sich mit der vollständigen Besetzung einer ganzen Ebene als 1. Schritt eine ganze Dimension von Freiheit, was unnötigen Aufwand verursacht.

    Einfacher geht’s so:

    1. 2x2x2 vervollständigen, man hat noch 3 ganze Ebenen von 3 x 3 x 1 zur Verfügung
    2. 2x2x3 vervollständigen, man hat noch 2 ganze Ebenen von 3 x 3 x 1 zur Verfügung
    3. 2x3x3 vervollständigen, man hat noch 1 ganze Ebene von 3 x 3 x 1 zur Verfügung

    Wo’s herkommt: http://lar5.com/cube/

    Dann geht’s zur letzten Ebene.

    Man braucht ein Kreuz: Obere Farbe mehr an der linken oberen Ecke konzentriert: F U R U‘ R‘ F‘ oder mehr horizontal in der Mitte konzentriert: F R U R‘ U‘ F‘

    Dann die Ecken richten, an der rechten Seite vertauschen: L U‘ R‘ U L‘ U‘ R U2

    Dann 3 Ecken UL, UR, LR im UZ drehen: R U R‘ U R U2 R‘ U2
    oder 3 Ecken LL, LR, UR gegen UZ drehen: R‘ U‘ R U‘ R‘ U2 R U2
    bis es stimmt, dass alle Ecken OK sind und nach oben gucken

    Letzte Stufe: Seiten vertauschen:

    Rechts im UZ: R2 U F B‘ R2 F‘ B U R2
    oder
    Rechts gegen UZ: R2 U‘ F B‘ R2 F‘ B U‘ R2

    Letzte Ebene kommt von: http://www.ozcubegirl.com/rubikscubesolution.html
    die fängt auch mit einer vollen Ebene an, aber die letzte Ebene ist gut erklärt.

    • RoFrisch sagt:

      Hi, ist ja schön, wenn Du die Petrus-Methode für effektiver hältst. Viel Spaß damit.

      Die Idee, mit weißem Kreuz zu beginnen, ist schon im Hinblick auf Fridrich gedacht. Die meisten Speedcuber verwenden m.W. Fridrich und nicht Petrus, ZZ oder Roux. Obwohl die auch ihre Vorteile haben. Und von ‚meiner‘ Variante einer Anfängerlösung kann man „fließend“ auf Fridrich umsteigen, Schritt für Schritt.

      Was die letzte Ebene betrifft, erfordert die von Dir verlinkte Lösung einige zu lernende Zugfolgen mehr als meine möglichst intuitive Variante. Auch muss man schon bestimmte OLL-Fälle auseinanderhalten, etc. Halte ich nicht wirklich für sehr anfängertauglich.

      Gruß, Roland

  3. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  4. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  5. diddelmaus1.2 sagt:

    Hallo,
    wie kann man diesen verdammten Würfel (3*3*3) auseinandernnehmen?

    • RoFrisch sagt:

      Hi, das kommt ein bissl drauf an, was Du für nen Cube hast. Wenn es eher ein ‚klassischer‘ Zauberwürfel ist (Rubik’s o.Ä.), dann stellt man die U-Ebene ca. 30 Grad schräg und dreht dann R soweit, bis man die Kante lösen kann.
      Bei Speedcubes geht das etwas schwieriger, weil gewöhnlich „Torpedos“ das Herauspoppen der Kantensteine verhindern sollen. Daher muss man eine Kante seitlich verdrehen. Bei meinem aktuellen Cube, der gerade vor mir auf dem Schreibtisch liegt, klappt aber auch das nicht, und ich hab keine Lust, nur um des Ausprobierens Willen da was abzubrechen.
      Falls es darum geht, dass „nur“ eine Ecke falsch steht, dann kann man diese aber gewöhnlich auch von Hand überdrehen.

  6. Julia sagt:

    Hallo Roland,
    erstmal ein riesen Dankeschön, deine Seite ist unglaublich hilfreich! Bin gestern drauf gestoßen als ich zum ersten Mal einen Megaminx in die Hände bekommen habe und dann an der letzten Ebene verzweifelt bin. 🙂
    Da man dann so beeindruckt war, dass der Würfel doch tatsächlich lösbar ist, habe ich von Bekannten direkt den nächsten bekommen: einen 3x3x3 in Form eines Tetraeders.
    Allerdings habe ich nun ein Problem… ein Mittelstein müsste um 90° gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden und zwei Ecken sind vertauscht.
    Ist das überhaupt möglich?
    Oder hat den jemand wohl mal auseinander genommen und falsch zusammen gebaut?

    • RoFrisch sagt:

      Hi Julia, das Ding heißt Mastermorphix, und obwohl es technisch „nur“ ein 3x3x3 ist, treten doch einige seltsame Fälle auf (Parity oder so).
      Um diese Sachen zu lösen, einfach ma daran denken, dass es ja jeweils mehrere gleich aussehende Steine gibt. Oder solche, denen man die Orientierung nicht ansieht, weil sie einfarbig sind. Also einfach mal zwei identische Kanten tauschen, oder wenn sich Ecken nicht korrekt drehen lassen, auch eine der einfarbigen Ecken drehen, etc.
      Viel Spaß beim Knobeln. 🙂
      Gruß, Roland

  7. Steffi Gabriel sagt:

    Hallo Roland, meine Tochter hat zu Weihnachten einen Zauberwürfel bekommen. Früher bin ich mit wehenden Fahnen gescheitert und habe zum Schluss die Aufkleber umgeklebt. Da dies heute nicht mehr geht, bin ich nach den ersten kläglichen Versuchen auf deine Tutorials gestoßen. Zwar musste ich nach dem letzten Schritt dreimal fast von vorne beginnen, nur habe ich dadurch die mir nun logischen Schritte verinnerlicht und freue mich jedes Mal wieder, wenn ich nach einiger Pause, den Würfel von Neuem lösen kann. DANKE

    • RoFrisch sagt:

      Na Aufkleber umkleben ist natürlich die schlechteste Lösung, weil die nach 5-10mal nicht mehr kleben. Zauberwürfel auseinanderbauen und korrekt zusammensetzen tuts auch. 😉

  8. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  9. Oliver sagt:

    Hi Roland,
    Vielen Dank für das Infizieren mit dem Würfel. Ich dachte in den 80ern, dass ich das nie begreifen würde, aber nach zwei Abenden mit Deiner Anleitung kann ich es jetzt doch auswendig!
    Die Zeiten sind zwar noch grottig, aber das liegt auch z.T. Am Würfel (mehrere kommen jetzt aus China) und der Rest ist Übung, Übung, Übung.
    Ich wollte Dir deswegen einen herzlichen Dank dafür sagen, dass Du mich nach über 30 Jahren endlich befähigst hast. Dein Vorgehen ist gut durchdacht und didaktisch hervorragend umgesetzt.
    Herzliche Grüße,
    Oliver

  10. Daniel. sagt:

    Habe einen Würfel ohne weiß und komme nicht klar

  11. Dominik sagt:

    Super Anleitung. Habs geschafft und kann mich jetzt endlich wieder anderen Dingen widmen. 🙂

  12. Guillaume Schweitzer sagt:

    Naja also der letzte Part hat bei mir ned ganz geklappt..

  13. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  14. Thomas Blome sagt:

    Danke für die tolle Anleitung! Mich hat das Zauberwürfelfieber nun auch gepackt;) In knapp einer Woche habe ich alle Schritte im Kopf und meine erste Zeit ist 8:40 Min 😉 Definitiv verbesserungswürdig aber hätte ich nie gedacht!

    • RoFrisch sagt:

      Du wirst sehen, wie schnell Du unter 2 Minuten und dann auch bald unter 1 Minute sein kannst. Ab da wirds dann schwieriger – deshalb hänge ich ja noch immer bei 40-60 Sekunden fest. 🙂

  15. dumm sagt:

    Leider funktioniert die Anleitung nicht, denn sie ist so ungenau und unverständlich, wie wenn ich sagen würde ich wohne im Universum.>:)

  16. Lukas sagt:

    Hallo Roland,

    für mich ist dies die am besten erklärte Anfängermethode die ich bis jetzt im Internet gefunden habe.
    Vielen Dank dafür!

  17. Scharfenstein sagt:

    Ein herzliches Hallo aus Anholt,
    lieber Roland die 1 Minute zum 3×3 Würfel ist Weihnachten endgültig geschaft. Von 10 mal Drehen schaffe ich es schon 6 mal und dies aus mehreren Würfelstellungen. Alles Gute Hans Scharfenstein habe meinen Schlaganfall gut überstanden.

    • RoFrisch sagt:

      Hallo Hans, das sind ja schöne Nachrichten. Dann sind wir inzwischen etwa gleich schnell. Manchmal komme ich schon noch über 1 Minute, aber meist bin ich bei 45 bis 55 Sekunden. Alles Gute weiterhin. Gruß, Roland

  18. […] habe ich diesen kleinen Blog https://rolandroid.wordpress.com/2012/03/19/zauberwuerfel-loesung-teil1/ in dem man wie für Idioten Schritt-für-Schritt erklärt bekommt wie man den Rubik’s Cube, […]

  19. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  20. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  21. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  22. clever-würfel sagt:

    danke für die guten tips. hab ihn auseinander gebaut und geschafft 🙂

  23. Bärbel Schütte sagt:

    War sehr hilfreich. Sehr gut erklärt und veranschaulicht. Danke!

  24. Zwei Kielerinnen sagt:

    Hallo, tolle Sache!!
    bei Punkt 2 hat uns bei „kante Links einbauen“ der Hinweis „also auf die gegenüberliegende Seite“ verwirrt … Es ist doch nur die nächste Seite über Eck gemeint, oder?
    Ansonsten SUPER Anleitung, wir haben es geschafft, vielen Dank!!

  25. Celina Lehmann sagt:

    Hilft nicht

  26. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  27. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  28. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  29. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  30. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  31. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  32. […] "Meine" Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  33. RoFrisch sagt:

    Nun wurde auch Teil 1 des Anfänger-Tutorials mit Drehbildern ausgerüstet. Ich hoffe, es hilft beim Lernen und Verstehen der Zauberwürfel-Anfängermethode. Drehbilder in Teil 2 gibts demnächst auch.

  34. […] Center-Caps folgendermaßen tauscht: Weiß mit Gelb, Orange mit Grün, Rot mit Blau. Die Farben des Achsenkreuzes sind dann noch immer richtig angeordnet, und der Würfel lässt sich fast vollständig lösen. Am […]

  35. […] den Standard-Zauberwürfel lösen kann, trifft beim Apple Cube nur auf wenige zusätzliche Schwierigkeiten, die sich mit ein wenig […]

  36. […] gibt, oder wenn eine ausführliche Beschreibung bzw. ein Video – ähnlich wie bei der Zauberwürfel-Anfängermethode – gewünscht ist, lasst es mich bitte in den Kommentaren […]

  37. […] hatte ich den Würfel natürlich nach wenigen Minuten. Man braucht nur die Züge meiner Zauberwürfel-Anfängerlösung (oder eines anderen Lösungssystems) und zusätzlich ggf. die Züge zum Ausrichten der […]

  38. Ga-chen sagt:

    Hallo Roland, wo ist der nächste Teil? 🙂

  39. […] gehts wie beim 3x3x3. Nun noch die Parity-Fälle, die übrig bleiben können. OLL-Parity hatte mein Würfel für fast 30 […]

  40. […] “Meine” Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  41. […] “Meine” Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  42. […] “Meine” Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

  43. […] “Meine” Zauberwürfel-Anfängerlösung Teil 1: 2 Ebenen […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s