Mit ‘Zauberwürfel’ getaggte Beiträge

Inzwischen gibt es einige wenige 3×3-Speedcube-Modelle, die man mit Neodym-Magneten kaufen kann. Einige sind reichlich teuer, aber ein Modell, das man unter 25 Euro bekommen kann (online aus Hongkong) ist der MoYu WeiLong GTS 2M. Davon habe ich inzwischen 2 Stück. Mein Main Cube für das normale und das einhändige Speedcuben. Einer (transportgeschützt in ner Box) für unterwegs; der Andere (katzengeschützt in ner Box) für den heimischen Schreibtisch.

Leider hat der GTS 2M den Nachteil, dass sich ab und zu ein paar Magneten lösen. Auch selbst mit Neodym-Magneten nachgerüstete Cubes und vermutlich auch die magnetischen Cubes anderer Hersteller haben diesen Schönheitsfehler. Sie fangen dann an, bei bestimmten Drehungen zu klackern. Das klingt  zwar fürchterlich, aber es besteht keine Gefahr für den Cube. Die Magnetchen sitzen ja innerhalb der 8 Ecken bzw. 12 Kanten und können somit nichts blockieren oder verkratzen. Sie springen lediglich in ihrem jeweiligen Würfelchen beim Drehen hin und her. Man merkt auch nicht allzu viel beim Drehverhalten, solange nicht zu viele Cubies betroffen sind. Wie man die Magneten trotzdem wieder festbekommt, zeigt das weiter unten folgende Video.

Zunächst aber noch der dezente Hinweis, dass man den MoYu WeiLong GTS 2M noch schneller 😉 drehen kann als ich mit meinen ärmlichen ca. 30 Sekunden. SeungBeom Cho hält den aktuellen Weltrekord mit diesem Cube. Falls Ihr gerade 4,59 Sekunden Zeit habt 😉 schaut hier:

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Wer den Zauberwürfel mit der Fridrich-Methode löst, macht nach den ersten beiden Ebenen (F2L, First 2 Layers) zunächst die Oberseite gelb (OLL, Orientation Last Layer) und dann sortiert er die Steine der dritten Ebene durch Vertauschen (PLL, Permutation Last Layer).

Für PLL gibt es 21 Fälle (von A-Perm bis Z-Perm), aber man braucht sie nicht alle gleichzeitig zu lernen. Wenn man einen bestimmten Perm noch nicht kann, macht man zunächst einen anderen, der z.B. die Ecken schonmal richtig sortiert (dabei nehme ich am liebsten T-Perm oder Y-Perm, je nachdem ob benachbarte oder diagonal gegenüberstehende Ecken getauscht werden müssen). Die Kanten löst man anschließend mit U-Perm, Z-Perm oder H-Perm – je nachdem was übrig bleibt.

Irgendwann kann man wahrscheinlich fast alle Perms. Bei vielen (angehenden) Speedcubern bleiben als letztes die G-Perms übrig, denn diese sehen vergleichsweise kompliziert aus, weil sie jeweils 3 Ecken UND 3 Kanten tauschen. Deshalb habe ich sie inzwischen jahrelang vermieden und lieber erst einen T-Perm und dann den passenden U-Perm gemacht. Aber nun versuche ich, Ordnung in das G-Perm-Chaos zu bekommen. (mehr …)

Der erste Schritt, um vom Zauberwürfel-Anfänger zum SpeedCuber zu werden, ist vermutlich der Wechsel vom Lösen „Ebene für Ebene“ zum „F2L“-Lösen der unteren beiden Ebenen. Dabei wird gleichzeitig mit der „weißen“ Ecke auch die farblich passende Kante darüber eingesetzt.

Bei der Anfängermethode macht man ja zunächst das weiße Kreuz, dann die 4 Ecken mit weiß und dann die 4 Kanten der mittleren Ebene. Bei F2L hingegen fasst man die beiden letztgenanntenen Schritte zusammen, was natürlich schneller geht, sobald man damit etwas Übung hat.

Anfangs erscheint F2L ziemlich verwirrend. Man muss die 2 passenden Steine finden, irgendwie damit klar kommen, dass sie jedes Mal anders angeordnet stehen und sie als Ecke-Kante-Pärchen gemeinsam an der richtigen Stelle einbauen. Man könnte dafür hunderte Algorithmen lernen 😉 oder man macht es sich einfacher und lernt es einfach und intuitiv nach der Methode, die als RiDo’s Hunting Story for F2L bekannt geworden ist, und die ich hier auf deutsch erkläre:

Im Grunde gibt es nur 3 verschiedene Situationen, wenn die Ecke (mit weiß) und die farblich an die Ecke passende Kante beide auf der Oberseite stehen: Entweder ist die gleiche Farbe bei Ecke und Kante oben, oder die Kante zeigt oben die andere Farbe wie die Ecke, oder aber die Ecke zeigt die weiße Seite nach oben. Das sind die 3 Fälle, die wir uns nun als Krokodil-, Tiger- und Adler-Situation einprägen werden. Dabei ist die Ecke jedes Mal der Jäger und die Kante ist die Beute, die gefangen werden muss. (mehr …)

Cubing auf twitch.tv

Veröffentlicht: 6. September 2017 in Plastikknobelkram
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Ist hier jemand, der sich (außer für Zauberwürfel) auch für twitch.tv interessiert? Ich hab kürzlich davon gehört, mir dann endlich mal ne Webcam zugelegt und nun ein wenig damit experimentiert.

Gewöhnlich werden auf Twitch Computergames gezeigt. Meist sieht man in einer Ecke des Bildschirms den Spieler, der sein Gezocke auch kommentiert. Aber es gibt nicht nur digitale Games, sondern auch so Verrücktheiten wie „Social Eating“, wo man anderen Leuten beim Essen zuschauen kann. Wozu auch immer. In erster Linie geht es aber um Games. Und ein bisschen Musik, wenn ich das richtig verstanden habe.

Was ich reizvoll am Konzept von Twitch finde (obwohl ich nach Pac Man, Minesweeper, Moorhuhn und Tetris nie zum Gamer geworden bin), ist das Live-Streamen mit Feedback der Zuschauer. Man kann also einen Kommentar während der Sendung schreiben, und wenn der Streamer diesen sieht, wird er vielleicht darauf eingehen. Das finde ich schick im Gegensatz zu Youtube, wo die Kommentare ja immer erst lange nach der Aufnahme eintrudeln. Wenn es (irgendwann mal) genügend Zuschauer gibt, die auch kommentieren, dann kann man z.B. fragen, was man als nächstes zeigen soll. Interaktives Fernsehen sozusagen.

Für Kommentare muss man auf Twitch natürlich angemeldet sein. Anschauen kann man die Videos aber wohl auch ohne Anmeldung: www.twitch.tv/freshcuber

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Ende Juni habe ich festgestellt, dass ich Rubik’s Clock schon 3 Monate nicht mehr angefasst habe. Auch der Pyraminx fing schon an, leicht einzustauben. Da aber Anfang September meine nächste Speedcubing-Competition ist (German Nationals 2017 in Köln), bleiben mir 2 Monate Trainingszeit in allen Disziplinen, an denen ich teilnehmen möchte. Außer dem „normalen“ 3×3 sind dies auch 2×2, 4×4, 5×5, Megaminx und die oben schon erwähnte Clock und der Pyraminx. Außerdem habe ich begonnen, den 3×3 einhändig zu lösen, und das möchte ich ebenfalls weiter üben.

Um alle Cubes täglich zu üben, fehlt mir leider die Zeit. Also habe ich mir überlegt, wie man das so organisieren kann, dass möglichst jeder Cube oft genug dran kommt. Herausgekommen ist der hingekritzelte Trainingsplan auf dem Foto rechts.

Den 3×3 löse ich jeden Tag 10 mal auf Zeit (mit der Twisty Timer App). Wenn ich dies vor dem PC erledige, mache ich ganz gerne auch noch 4 farbneutrale Teil-Solves auf der qqTimer Website (3x3x3 subsets: last slot + last layer).

Die weiteren Disziplinen kommen nur an 3 Tagen pro Woche vor. Am 1. Juli habe ich also angefangen mit „3×3 + ABC“, am nächsten Tag „3×3 + BCD“, dann „3×3 + CDE“, DEF, EFG, FGA, GAB und dann wieder von vorne. (mehr …)

Mit leichter Verspätung hier meine Eindrücke von der diesjährigen Hessen Open in Lampertheim. Wie Ihr sehen werdet, kann ich die Aussage in der Überschrift sogar begründen. 🙂

Wie Ihr auf meiner WCA-Seite sehen könnt, war die Hessen Open 2017 meine vierte Competition, an der ich teilgenommen hatte. Vor einem Jahr war ich noch als Besucher nach Lampertheim gefahren und habe dort zum ersten Mal einen Speedcubing-Wettbewerb beobachten können.

Auch diesmal konnte ich leider nicht beide Tage kommen, weil mein Lieblingsonkel am Samstag seinen 70. Geburtstag gefeiert hat. Da durfte, konnte und wollte ich natürlich nicht fehlen. Also konnte ich auch nur an den Wettbewerben des Sonntags teilnehmen. Hier also meine Zusammenfassung: (mehr …)

Gestern ist wieder eine Bestellung aus Hongkong eingetroffen: 7 identische Speedcubes QiYi Warrior W. Den Vorgänger, QiYi Warrior (ohne W), kannte ich bereits. Nun also der Nachfolger mit W. Ein sehr günstiger, aber recht guter Speedcube. (mehr …)

Hi, hier möchte ich über die neue Website www.cubeskills.com schreiben, die vom mehrfachen Speedcubing-Weltmeister Feliks Zemdegs betrieben wird. Ich habe dort inzwischen viele Videos des Anfänger- und Fortgeschrittenen-Bereichs angeschaut und auch schon nützliche Tipps und Ideen erhalten.

Im Gegensatz zu Blogs wie diesem hier 😉 erklärt dort jemand, der wirklich Ahnung von der Materie hat. Und größtenteils vermittelt er sein Wissen auch sehr gut – obwohl er quasi Profi ist, ist es auch für Anfänger gut verständlich.

Dennoch sind mir ein paar Besonderheiten aufgefallen, die ich hier ansprechen möchte. Mich würde interessieren, ob Ihr das ähnlich seht. Daher freue ich mich auf Eure Kommentare. (mehr …)

Am 8. April 2017 habe ich zum ersten Mal einen offiziellen Workshop „Zauberwürfel für Anfänger“ gegeben (in der Stadtbibliothek Köln). Zum Glück hatte ich fleißige Hilfe von einem anderen Speedcuber. An dieser Stelle vielen Dank an Felix.

Es hat sich herausgestellt, dass 3 Stunden schon recht knapp sind (aber wer kann sich schon länger konzentrieren?) und dass daher ein Spickzettel hilfreich wäre, der die nötigen Züge zeigt und den man vielleicht auch 2 Wochen nach dem Workshop versteht, falls man bis dahin den Würfel noch nicht auswendig lösen kann.

Herausgekommen ist ein 4-seitiges Dokument, das Ihr Euch als Pdf hier anschauen könnt:
zauberwuerfel-spickzettel-v2-1.pdf

Es zeigt die Anfängermethode, so wie ich sie im Moment lehre. Also die neuere Version ohne Rulu-Rulu, die intuitiver (und damit einfacher zu behalten) ist.

Da es sich im Workshop gezeigt hat, dass das Mitdrehen der mittleren Ebene bei f R U R‘ U‘ f‘ anfangs schwieriger zu begreifen ist, verzichtet der Spickzettel darauf und zeigt, wie es ohne diesen Zug geht. Also „9 Uhr“ statt „Rechtsabbieger“; Ihr werdet schon sehen, wenn Ihr die Pdf-Datei öffnet. Meine bisher beste Anfängerlösung für den Zauberwürfel. Der Spickzettel ist daher auch hilfreich für diejenigen, die die Anfängermethode hier aus dem Blog lernen.

Es gibt übrigens am 10. Juni noch einen weiteren Workshop-Termin; diesmal direkt mit Spickzettel. Wenn Ihr jemand im Großraum Köln kennt, der gerne das Cuben lernen möchte, dürft Ihr ihm/ihr dieses Angebot gerne empfehlen.

Nun würde ich mich freuen, wenn insbesondere die Workshop-Teilnehmer mir schreiben würden, ob sie den Zauberwürfel nun lösen können, und was ihnen gut/mäßig/schlecht am Workshop gefallen hat. Und ob der neue Spickzettel beim Nachvollziehen des Gelernten hilft. Vielleicht per Kommentar hier unter dem Artikel? Das wäre nett.

PS: Den oben vorgestellten Spickzettel habe ich von 4 auf 2 Seiten gekürzt und dann noch einmal von zwei Seiten auf eine Seite. Hier alle 3 zum Vergleich:

Den letzten finde ich schon deutlich zu kurz. Aber mit dem Zweiseitigen könnte man auch im Workshop gut arbeiten. Was meint Ihr?

PS2 (13.8.2017): Die beiden längeren Versionen hatten einen kleinen Fehler, der aufmerksamen Besuchern des dritten Workshops am 12. August aufgefallen ist. Bei Schritt 3.1 stand „Ecke“ statt „Kante“, was beim ‚gelben Kreuz‘ natürlich keinen Sinn macht. Daher gibt es nun ein Update der beiden Dateien.
Vielen Dank an Amelie, die mir diesmal assistiert hat, weil Felix verhindert war.
Der nächste Anfänger-Workshop wird am 18. November in der Kölner Zentralbibliothek stattfinden.

PS3 (11.9.2017): Beim letzten Schritt wurde jetzt auf allen 3 Spickzetteln verdeutlicht, dass man von Ecke zu Ecke auch hier nur die Oberseite drehen darf und nicht den ganzen Würfel. Die neuen Versionen heißen jetzt 2.1, 2.2kurz und 2.3ultrakurz.

Anhand dieses (neuen) Spickzettels habe ich ein Lösungs-Video auf Twitch gestreamt, das Ihr hier anschauen könnt:

 

Nachdem ich ja bereits die Panorama-Fotos von der Hamburg Open 2017 Speedcubing Competition gezeigt habe, folgen hier nun die 360-Grad-Videos. Mit freundlicher Genehmigung durch einen der WCA-Offiziellen durfte ich beim Event „Team Blindfolded“ die Kamera samt Einbeinstativ in einem der Löcher versenken, die man extra für meine Panoramen freundlicherweise in die ‚Competischentische‘ gebohrt hatte. 😉

Beim Wettbewerb Team BLD treten jeweils Paare an. Der eine hat die Augen verdeckt (auch während der Inspection Time), und der andere darf den Zauberwürfel nicht anfassen. Also muss der ‚Lahme‘ dem ‚Blinden‘ Anweisungen geben, bis der Cube gelöst ist. Sehr unterhaltsam. Ich habe davon 3 Ausschnitte gefilmt. Hier Teil 1, gut 11 Minuten lang. Ihr müsst selber suchen, wo die Teilnehmer sitzen, die Ihr hört:

Das zweite Video ist ganz kurz (1:43) und zeigt zwei sehr schnelle Cuber aus Dänemark: (mehr …)