Mit ‘Fridrich-Methode’ getaggte Beiträge

Wer den Zauberwürfel mit der Fridrich-Methode löst, macht nach den ersten beiden Ebenen (F2L, First 2 Layers) zunächst die Oberseite gelb (OLL, Orientation Last Layer) und dann sortiert er die Steine der dritten Ebene durch Vertauschen (PLL, Permutation Last Layer).

Für PLL gibt es 21 Fälle (von A-Perm bis Z-Perm), aber man braucht sie nicht alle gleichzeitig zu lernen. Wenn man einen bestimmten Perm noch nicht kann, macht man zunächst einen anderen, der z.B. die Ecken schonmal richtig sortiert (dabei nehme ich am liebsten T-Perm oder Y-Perm, je nachdem ob benachbarte oder diagonal gegenüberstehende Ecken getauscht werden müssen). Die Kanten löst man anschließend mit U-Perm, Z-Perm oder H-Perm – je nachdem was übrig bleibt.

Irgendwann kann man wahrscheinlich fast alle Perms. Bei vielen (angehenden) Speedcubern bleiben als letztes die G-Perms übrig, denn diese sehen vergleichsweise kompliziert aus, weil sie jeweils 3 Ecken UND 3 Kanten tauschen. Deshalb habe ich sie inzwischen jahrelang vermieden und lieber erst einen T-Perm und dann den passenden U-Perm gemacht. Aber nun versuche ich, Ordnung in das G-Perm-Chaos zu bekommen. (mehr …)

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Der erste Schritt, um vom Zauberwürfel-Anfänger zum SpeedCuber zu werden, ist vermutlich der Wechsel vom Lösen „Ebene für Ebene“ zum „F2L“-Lösen der unteren beiden Ebenen. Dabei wird gleichzeitig mit der „weißen“ Ecke auch die farblich passende Kante darüber eingesetzt.

Bei der Anfängermethode macht man ja zunächst das weiße Kreuz, dann die 4 Ecken mit weiß und dann die 4 Kanten der mittleren Ebene. Bei F2L hingegen fasst man die beiden letztgenanntenen Schritte zusammen, was natürlich schneller geht, sobald man damit etwas Übung hat.

Anfangs erscheint F2L ziemlich verwirrend. Man muss die 2 passenden Steine finden, irgendwie damit klar kommen, dass sie jedes Mal anders angeordnet stehen und sie als Ecke-Kante-Pärchen gemeinsam an der richtigen Stelle einbauen. Man könnte dafür hunderte Algorithmen lernen 😉 oder man macht es sich einfacher und lernt es einfach und intuitiv nach der Methode, die als RiDo’s Hunting Story for F2L bekannt geworden ist, und die ich hier auf deutsch erkläre:

Im Grunde gibt es nur 3 verschiedene Situationen, wenn die Ecke (mit weiß) und die farblich an die Ecke passende Kante beide auf der Oberseite stehen: Entweder ist die gleiche Farbe bei Ecke und Kante oben, oder die Kante zeigt oben die andere Farbe wie die Ecke, oder aber die Ecke zeigt die weiße Seite nach oben. Das sind die 3 Fälle, die wir uns nun als Krokodil-, Tiger- und Adler-Situation einprägen werden. Dabei ist die Ecke jedes Mal der Jäger und die Kante ist die Beute, die gefangen werden muss. (mehr …)

Hi, hier möchte ich über die neue Website www.cubeskills.com schreiben, die vom mehrfachen Speedcubing-Weltmeister Feliks Zemdegs betrieben wird. Ich habe dort inzwischen viele Videos des Anfänger- und Fortgeschrittenen-Bereichs angeschaut und auch schon nützliche Tipps und Ideen erhalten.

Im Gegensatz zu Blogs wie diesem hier 😉 erklärt dort jemand, der wirklich Ahnung von der Materie hat. Und größtenteils vermittelt er sein Wissen auch sehr gut – obwohl er quasi Profi ist, ist es auch für Anfänger gut verständlich.

Dennoch sind mir ein paar Besonderheiten aufgefallen, die ich hier ansprechen möchte. Mich würde interessieren, ob Ihr das ähnlich seht. Daher freue ich mich auf Eure Kommentare. (mehr …)

200x200-3x3x3fridrichDie Fridrich-Lösung für den Zauberwürfel ist wohl die verbreitetste Fortgeschrittenen-Methode für den Zauberwürfel. Benannt wurde sie nach Jessica Fridrich, die sie erfunden hat. Man kann damit – entsprechende ‚leistungssportartige‘ Übung und Fingerfertigkeit vorausgesetzt – Zeiten unter 10 Sekunden erreichen, wenn man einen guten Speedcube verwendet. Und man kann damit zu Ruhm und Ehre in der Speedcuber-Szene gelangen. Man kann sie aber auch – wie ich – nutzen, um von Zeiten rund um 1 Minute auf Zeiten im Bereich von 30 Sekunden zu kommen, ohne unendlich viel üben zu müssen. Und ohne sämtliche Algoritmen lernen zu müssen, die die ‚richtigen‘ Speedcuber verwenden. Es lohnt sich also nicht nur für sportlich Ambitionierte, sondern auch für Normalo-Würfler.

Für Zauberwürfel-Beginner ist die Fridrich-Methode kaum geeignet – da empfehle ich eher die ausführlichen Beschreibungen der Zauberwürfel-Anfängermethode hier in meinem Blog. Wer eine solche Anfängermethode beherrscht und nun auf die schnellere Fridrich-Methode umsteigen möchte, sucht vielleicht einen „sanften Weg“ dorthin. Darum soll es in diesem Artikel gehen. Der Einstieg in die Fridrich-Methode, aufbauend auf der (neuen) Anfängermethode hier aus diesem Blog. Dazu zunächst einmal ein Vergleich der Lösungswege: (mehr …)

mixupcube-tag1Gestern ist endlich mein 3x3x3 Mixup Cube aus Hongkong gekommen. Auf den ersten Blick sieht er aus wie ein normaler Zauberwürfel, wobei die mittleren Ebenen leicht vergrößert sind.

Der Clou ist, dass er 45°-Drehungen der Mittelebenen ermöglicht. Dadurch lassen sich Center und Kantensteine beliebig untereinander tauschen. Das Bild zeigt einen Centerstein am Kantenplatz und umgekehrt. Auch sieht man auf dem Foto, dass der rote und orange Centerstein nicht mehr gegenüber stehen. Ein sehr faszinierender Zauberwürfel.

Anfangs hatte ich größte Mühe, ihn überhaupt wieder vollständig in die Würfelform zu bekommen. Mittlerweile kann ich ihn aber lösen, wobei es einen Parity-Fall gibt, dessen Algo ich noch nicht ganz auswendig kann. Daher dieser Spickzettel. Irgendwann gibt es vielleicht ein ausführliches Tutorial für den Mixup Cube. Ich werde erst noch ein bissl üben (und abwarten, ob überhaupt jemand eine Anleitung für den MixUp Cube wünscht). (mehr …)

Nachdem ich hier auf rolandroid.wordpress.com schon vor längerer Zeit zwei Artikel geschrieben habe, die den Wechsel von der Zauberwürfel-Anfängermethode auf die (schnellere) Fridrich-Methode erleichtern sollen (Einführung in Fridrich, Teil 1: 2-Look-OLL, Einführung in Fridrich, Teil 2: PLL, die ersten 2 Perms), habe ich die letzten Wochen damit verbracht, die einzelnen Perms ausführlich mit Drehbildern etc. vorzustellen (von A bis Z sozusagen).

Zum Ausdrucken und Lernen ist das nicht sonderlich praktisch; daher gibt es nun hier eine Übersicht über alle Perms, die man braucht, um Ecken und Kanten der Oberseite an ihren Platz zu bringen. Hier zwar ohne Drehbilder, aber die Notation habe ich ja auch bereits ausführlich erklärt.

Bei einigen Perms steht am Ende ein eingeklammerter Zug in grauen Buchstaben, z.B. (x‘), der den ganzen Würfel dreht. Den braucht man nur, wenn man (zum Üben, etc.) den Perm mehrfach hintereinander üben möchte, um wieder in die gleiche Grundstellung zu kommen. Beim normalen Lösen des Würfels kann man ihn weglassen.

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1. Nur Ecken tauschen

Zunächst die Perms, die nur die Ecken der Oberseite betreffen und die Kanten dabei in Ruhe lassen. Während die beiden A-Perms 3 Ecken im Kreis wandern lassen, betrifft der E-Perm alle 4 Ecken, weil er sie jeweils paarweise tauscht.

A-Perms
cube-perms-a1A-Perm 1 (Uhrzeigersinn)

(R’ F) R’ B2 (R F’) R’ B2 R2

oder
l’ U R’ D2 R U’ R’ D2 R2 (x‘)

.

cube-perms-a2A-Perm 2 (Gegenuhrzeigersinn)

(R2 B2) R F (R’ B2) R F’ R
oder
l’ R’ D2 R U R’ D2 R U’ R (x‘)

.

cube-perms-eE-Perm

x’ R U’ R’ D  R U R’ u2  R’ U R D  R’ U’ R (x‘ y2)

.

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2. Nur Kanten tauschen

In der zweiten Gruppe stehen Perms, die ausschließlich Kanten bewegen. Bei den beiden U-Perms werden 3 Kanten im Kreis getauscht, bei H-Perm und Z-Perm sind alle 4 Kanten beteiligt, die jeweils paarweise getauscht werden.

U-Perms
cube-perms-u1U-Perm 1 (vorne nach rechts, Gegenuhrzeigersinn)

R U’  R U  R U  R U’  R’ U’  R2

oder
M2 U  M U2  M’ U  M2

.

cube-perms-u2U-Perm 2 (vorne nach links, Uhrzeigersinn)

L’ U  L’ U’  L’ U’  L’ U  L U  L2

oder
R2 U  R U  R’ U’  R’ U’ R’ U R’

oder
M2 U’  M U2  M’ U’  M2

cube-perms-hH-Perm

M2 U  M2 U2  M2 U  M2

.

.

cube-perms-zZ-Perm

M2 U  M2 U  M’ U2  M2 U2  M’ U2

.

.

.

3. Zwei benachbarte Ecken und zwei Kanten

Die Perms in dieser Gruppe – T-Perm, J-Perm und L-Perm, die beiden R-Perms und der F-Perm – tauschen jeweils zwei nebeneinanderstehende Ecken und zwei Kanten.

cube-perms-tT-Perm

(R U R’ U’) (R’ F R2) (U’ R’ U’) (R U R’ F’)

oder die 180°-Version (R2-Version):
(R2 U R2 U’ R2 U’ D) (R2 U’ R2 U R2 D’)

J-Perm und L-Perm
cube-perms-j1J-Perm 1

(R U R’ F’) R U R’ U’ (R’ F R2) U’ R’ U’

.

.

cube-perms-j2J-Perm 2 (L-Perm)

(L’ U’ L F) L’ U’ L U (L F’ L2) U L U

.

.

cube-perms-j2bOder das „L“ auf dem Kopf stehend:

R’ U2 R U R’ U2 L U’ R U L’
oder
U’ R’ U L’ U2 R U’ R’ U2 L R

.

R-Perms
cube-perms-r1R-Perm 1 (rechts)

R’ U2 R U2 R’ F (R U R’ U’) R’ F’ R2 U’

.

.

cube-perms-r2R-Perm 2 (links)

L U2 L’ U2 L F’ (L’ U’ L U) L F L2 U

.

.

cube-perms-fF-Perm

R U’ R’ U R2 y (R U R’ U’) y’ R’ U R2 F R F’

oder
y2 R’ U R U’ R2 F’ U’ F U R U’ x’ R2 U’ R’ U (x)
oder
R’ U2 R’ d’ R’ F’ R2 U’ R’ U R’ F R U’ F (y’)

.

4. Zwei diagonal gegenüberstehende Ecken
und 2 Kanten

In dieser Gruppe stehen alle Perms, die zwei diagonal entgegengesetzte Ecken und zwei Kanten tauschen. Dies sind der V-Perm, der Y-Perm und die beiden N-Perms.

cube-perms-vV-Perm

(D2 R U2)  R’ D  (R U’ R U’ R U)  R2 D (R’ U’ R)

oder
R’ U R’ d’ R’ F’ R2 U’ R’ U R’ F R F (y’)

cube-perms-yY-Perm

F R U’ R’ U’  (R U R’ F’)  (R U R’ U’)  R’ F R F’

.

.

N-Perms
cube-perms-n1N-Perm 1 (vorne rechts mit hinten links, „Backslash“)

R’ U R U’ R’ F’ U’ (F R U) R’ F R’ F’ R U’ R

oder
U’ R’ U L’ U2 R U’ L R’ U L’ U2 R U’ L

Nachtrag (Januar 2016): Man kann für den N-Perm 1 auch eine gespiegelte Variante der unten für N2 gezeigten genialen Zugfolge verwenden, also:

(r D r‘ U2) x5 oder (l D‘ l‘ U2) x5

cube-perms-n2N-Perm 2 (vorne links mit hinten rechts, „Slash“)

R U’ R’ U l U F U’ R’ F’ R U’ R U l’ U R’

oder
U L U’ R U2 L’ U R’ L U’ R U2 L’ U R’

Nachtrag (Januar 2016): Genial einfach zu behalten und auch gar nicht so schlecht zu drehen ist folgende Variante des N-Perm 2. Ich verwende nur noch diese Zugfolge:

(r‘ D r U2) x5.

5. Drei Ecken und drei Kanten

NEU (Oktober 2017): Über die 4 G-Perms habe ich nun eine aktualisierte Seite gemacht:
G-Perms unterscheiden und erkennen.

Bitte verwendet die Infos dort; sie sind genauer, die Perms sind praktischer zu lernen und die Bezeichnungen entsprechen internationalen Standards. Das Folgende lasse ich nur aus ‚historischen‘ Gründen zum Nachlesen online:

Zu guter Letzt bleiben noch die vier G-Perms übrig, die jeweils 3 Ecken und 3 Kanten im Kreis tauschen. Die Markierungs-Punkte und Striche sind (hoffentlich) eine Hilfe, die 4 Fälle auseinander zu halten.

G-Perms
cube-perms-g1markiertG-Perm 1 (2er-Block rechts, Ecken seitlich) – G-Perm d

R U R’ y’ R2 u’ R U’ R’ U R’ u R2 (y)

.

.

cube-perms-g2markiertG-Perm 2 (2er-Block rechts, Ecken hinten) – G-Perm c

y’ R2 u’ R U’ R U R’ u R2 y R U’ R’

.

.

cube-perms-g3markiertG-Perm 3 (2er-Block links, Ecken seitlich) – G-Perm b

L’ U’ L y’ R2 u R’ U R U’ R u’ R2 (y)
oder
y2 R’ U’ R y R2 u R’ U R U’ R u’ R2 (y)

.

cube-perms-g4markiertG-Perm 4 (2er-Block links, Ecken hinten) – G-Perm a

y’ R2 u R’ U R’ U’ R u’ R2 y’ R’ U R (y2)

.

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So, das waren die 21 verschiedenen Perms der Fridrich-Methode für das Sortieren der (bereits farblich einheitlichen) Oberseite des Zauberwürfels (Fridrich PLL) als Übersicht zum Ausdrucken etc. Nähere Infos zu den einzelnen Perms gibt es – wie gesagt – auf den jeweils verlinkten Artikeln hier auf rolandroid.wordpress.com.

Für Fragen, Anregungen, Ergänzungen von Algoritmen, etc. gibt es die Kommentarfunktion unter diesem Artikel (bzw. unter den Einzel-Artikeln).

Die G-Perms

Veröffentlicht: 5. September 2013 in Plastikknobelkram
Schlagwörter:, , , , , ,

NEU (Oktober 2017): Zu den G-Perms habe ich nun eine verbesserte Version erstellt:
G-Perms unterscheiden und erkennen.

Zwar gibt es dort keine Drehbilder, aber ansonsten ist die neue Version besser als das hier:

Die letzten 4 Perms der Fridrich-Methode sind die G-Perms. Sie tauschen jeweils 3 Ecken und 3 Kanten. Damit sind sie quasi eine Kombination aus A-Perm und U-Perm.

cube-perms-g4markiert cube-perms-g3markiert cube-perms-g1markiert cube-perms-g2markiertUm die 4 Fälle besser auseinanderhalten zu können, habe ich die Darstellungen diesmal mit dunkelgrauen Markierungen am Rand versehen:

  • Ein seitlicher senkrechter Strich markiert die Stelle, wo eine Kante und Ecke mit gleicher Farbe nebeneinandersitzen. Dieses Kanten-Ecken-Paar steht entweder vorne rechts oder vorne links (und kann bereits an den unteren beiden Layern ausgerichtet werden). Es wird vom folgenden G-Perm nicht berührt (deshalb zeigen auch keine Pfeile auf die beiden Steine).
  • Zwei Punkte außen markieren Ecken gleicher Farbe. Sie stehen entweder seitlich oder hinten (auf dem Bild also oben) und werden von dem G-Perm auf die richtige Seite geschoben (von der Seite nach hinten bzw. von hinten zur Seite).

Mit diesen beiden Unterscheidungsmerkmalen lassen sich die 4 verschiedenen G-Perms ganz leicht erkennen und auseinanderhalten.

Beginnen wir mit dem ersten G-Perm:

cube-perms-g1markiertDer G-Perm 1 (offiziell G-Perm d) tauscht 3 Ecken im Uhrzeigersinn und 3 Kanten im Gegenuhrzeigersinn. Er ist damit eine Kombination aus A-Perm 1 und U-Perm 1.

Der G-Perm 1 wird dann verwendet, wenn das Ecken-Kanten-Paar (siehe Strich) rechts steht und die beiden gleichfarbigen Ecken (mit der Farbe der Rückseite) auf der linken Seite (siehe Punkte). Und so wird er gemacht (das Y am Ende braucht man nur beim Üben etc., um den Würfel wieder in die Ursprungslage zu bringen):

R U R‘ y‘ R2 u‘ R U‘ R‘ U R‘ u R2 (y)

notation-r100 notation-u100 notation-r_100 notation-y_100

notation-r2-100 notation-u_klein100 notation-r100 notation-u_100 notation-r_100 notation-u100

notation-r_100 notation-uklein100 notation-r2-100

cube-perms-g2markiertNun zum G-Perm 2 (offiziell G-Perm c): Auch bei diesem sitzt das Kanten-Ecken-Paar rechts (siehe Strich), aber die beiden gleichfarbigen Ecken stehen diesmal hinten (siehe Punkte). Die Ecken werden im Gegenuhrzeigersinn getauscht und die Kanten im Uhrzeigersinn. Es ist also eine Kombination aus A-Perm 2 und U-Perm 2.

Für den G-Perm 2 gibt es z.B. diese Zugfolge:

y‘ R2 u‘ R U‘ R U R‘ u R2 y R U‘ R‘

notation-y_100 notation-r2-100 notation-u_klein100

notation-r100 notation-u_100 notation-r100 notation-u100 notation-r_100 notation-uklein100

notation-r2-100 notation-y100 notation-r100 notation-u_100 notation-r_100

Nun folgen die beiden noch fehlenden G-Perms 3 und 4, bei denen das Kanten-Ecken-Paar links sitzt:

cube-perms-g3markiertBeim G-Perm 3 (offiziell G-Perm b) sitzt das Kanten-Ecken-Paar links (siehe Strich) und die beiden farblich gleichen Ecken rechts (siehe Punkte). Die Ecken werden im Gegenuhrzeigersinn gedreht (wie beim A-Perm 2) und die Kanten tauschen im Uhrzeigersinn (wie beim U-Perm 2). Die Zugfolge lautet (auch hier gilt: das y am Ende braucht man normalerweise nicht):

L‘ U‘ L y‘ R2 u R‘ U R U‘ R u‘ R2 (y)

notation-l_100 notation-u_100 notation-l100 notation-y_100

notation-r2-100 notation-uklein100 notation-r_100 notation-u100

notation-r100 notation-u_100 notation-r100 notation-u_klein100 notation-r2-100

Eine weitere Möglichkeit für den G-Perm 3, die ebenfalls auf Speedcubers.de empfohlen wurde, geht so:

y2 R‘ U‘ R y R2 u R‘ U R U‘ R u‘ R2 (y)

Ob Ihr diese Zugfolge nun praktischer findet, bleibt Euch überlassen.

cube-perms-g4markiertBleibt noch der vierte Fall übrig: Beim G-Perm 4 (offiziell G-Perm a) steht das Kanten-Ecken-Paar ebenfalls links (siehe Strich) und die gleichfarbigen Ecken stehen hinten (siehe Punkte). Es werden die drei Ecken im Uhrzeigersinn getauscht (wie beim A-Perm 1) und die drei Kanten im Gegenuhrzeigersinn (wie beim U-Perm 1). Gemacht wird das Ganze so (und wieder: Das y2 am Ende braucht man normalerweise nicht, es dreht den Würfel nur wieder in Ausgangsposition):

y‘ R2 u R‘ U R‘ U‘ R u‘ R2 y‘ R‘ U R (y2)

notation-y_100 notation-r2-100 notation-uklein100

notation-r_100 notation-u100 notation-r_100 notation-u_100 notation-r100 notation-u_klein100

notation-r2-100 notation-y_100 notation-r_100 notation-u100 notation-r100

cube-perms-g4markiertcube-perms-g3markiertcube-perms-g2markiertcube-perms-g1markiertSo, das waren die 4 G-Perms. Hier noch einmal eine Übersicht.

Bei G1 und G2 stehen die bereits zusammengehörenden beiden Ecken und Kanten auf der rechten Seite. Bei G3 und G4 auf der linken Seite (siehe Striche in den Abbildungen). Es gibt also 2 Gruppen, unterscheidbar anhand der Steine, die nicht mehr bewegt werden müssen.

Bei jeweils dem ersten einer Gruppe (also G1 und G3) steht das farblich passende Eckenpaar seitlich und wird durch den entsprechenden Perm nach hinten rotiert. Bei den beiden anderen (G2 und G4) steht es hinten und muss auf die Seite bewegt werden. In Kurzform:

  • G-Perm 1: Kante-Ecke-Paar rechts, gleichfarbige Ecken seitlich.
  • G-Perm 2: Kante-Ecke-Paar rechts, gleichfarbige Ecken hinten.
  • G-Perm 3: Kante-Ecke-Paar links, gleichfarbige Ecken seitlich.
  • G-Perm 4: Kante-Ecke-Paar links, gleichfarbige Ecken hinten.

Noch ein paar Nebenbemerkungen zu der Drehrichtung der Ecken und Kanten: Wer genau aufgepasst hat (oder jetzt nachschaut…), der bemerkt vielleicht, dass es bei den G-Perms 1 und 4 Kombinationen aus A-Perm 1 und U-Perm 1 sind, während es bei den G-Perms 2 und 3 Kombinationen aus A-Perm 2 und U-Perm 2 sind. Man fragt sich vielleicht, warum es keinen G-Perm gibt, bei dem A-Perm 1 mit U-Perm 2 kombiniert sind (oder A-Perm 2 mit U-Perm 1). Probiert es aus: Nehmt eine der abgebildeten G-Perm-Grundstellungen und macht dann mit den zu tauschenden Kantensteinen einfach mal einen U-Perm in die ‚falsche‘ Richtung. Was übrig bleibt, ist ein J- oder L-Perm. Daher gibt es von diesen kompliziert aussehenden G-Perms zum Glück ’nur‘ 4 Stück.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt habe ich die G-Perms übrigens noch nicht auswendig gelernt. Aber ich bemühe mich, möglichst schnell zu erkennen, welcher der G-Perms 1-4 dran wäre. Lösen tue ich die Situation allerdings dann meist mit T-Perm oder A-Perm zum Sortieren der Ecken – und was dann noch übrig bleibt für die Kanten. Bin halt zu faul und zu algo-dement, um einen echten Speedcuber abgeben zu können.

So, damit sind nun alle Algoritmen für Fridrich-PLL bekannt: T-Perm, A-Perms, U-Perms, H-Perm, Z-Perm, E-Perm, J-Perm und L-Perm, R-Perms, F-Perm, V-Perm, Y-Perm, N-Perms und die hier gezeigten 4 G-Perms. All dies zusammen fasst meine Übersichtsseite mit all den gezeigten Zugfolgen (ohne Drehbilder) als Nachschlagewerk zum Ausdrucken, etc.

Die N-Perms

Veröffentlicht: 2. September 2013 in Plastikknobelkram
Schlagwörter:, , , , , ,

Wie auch bei V-Perm und Y-Perm werden auch bei den beiden N-Perms zwei diagonal gegenüberstehende Ecken und 2 Kanten getauscht. Diesmal aber keine benachbarten Kanten, sondern gegenüberstehende:

cube-perms-n1Der N-Perm 1 tauscht die vordere rechte Ecke (der Oberseite des Zauberwürfels) mit der hinteren linken Ecke, und gleichzeitig die linke mit der rechten Kante. Und zwar so:

R‘ U R U‘ R‘ F‘ U‘ (F R U) R‘ F R‘ F‘ R U‘ R

notation-r_100 notation-u100 notation-r100 notation-u_100

notation-r_100 notation-f_100 notation-u_100 notation-f100 notation-r100 notation-u100

notation-r_100 notation-f100 notation-r_100 notation-f_100

notation-r100 notation-u_100 notation-r100

Auf Speedcubers.de wurde noch eine andere Variante für den ersten N-Perm empfohlen. Sie ist zwar ein kleines bissl kürzer, aber durch die enthaltenen L-Drehungen vielleicht nicht unbedingt schneller. Einfacher zu lernen finde ich sie auch nicht, aber hier ist sie:

U‘ R‘ U L‘ U2 R U‘ L R‘ U L‘ U2 R U‘ L

Nachtrag (Januar 2016): Man kann für den N-Perm 1 auch eine gespiegelte Variante der unten für N2 gezeigten genialen Zugfolge (r‘ D r U2) x5 verwenden, also:

(r D r‘ U2) x5 oder (l D‘ l‘ U2) x5

Soweit der erste N-Perm. Wenn genau die beiden anderen Kanten bzw. Ecken getauscht werden müssen, hilft der zweite N-Perm:

cube-perms-n2Der N-Perm 2 tauscht die Ecken vorne links und hinten rechts, sowie die linke und rechte Kante.

Man kann den Vergleich zwischen N-Perm 1 und 2 betrachten, wie man will: In der hier gezeigten Lage sieht es so aus, als würden  die anderen beiden Ecken getauscht, während beide Male die Kanten waagerecht getauscht werden. Stellt man sich den N-Perm 2 aber um 90° gedreht vor, dann sind die gleichen Ecken betroffen (VR mit HL, wie bei V, Y und N1), aber die beiden anderen Kanten (senkrechter Tausch).

Der N-Perm 2 lässt sich wie folgt ausführen. Er enthält 2 „Klein-L“-Drehungen:

R U‘ R‘ U l U F U‘ R‘ F‘ R U‘ R U l‘ U R‘

notation-r100 notation-u_100 notation-r_100 notation-u100 notation-lklein100

notation-u100 notation-f100 notation-u_100 notation-r_100 notation-f_100 notation-r100

notation-u_100 notation-r100 notation-u100 notation-l_klein100 notation-u100 notation-r_100

Genauso kann man natürlich auch den N-Perm 1 spiegeln, um eine andere Variante für den N-Perm 2 zu erhalten. Damit nicht nur L-Drehungen vorkommen, würde ich die zweite Zugfolge des N-Perm 1 empfehlen.
Aus U‘ R‘ U L‘ U2 R U‘ L R‘ U L‘ U2 R U‘ L wird dann:

U L U‘ R U2 L‘ U R‘ L U‘ R U2 L‘ U R‘

Nachtrag (Januar 2016): Genial einfach zu behalten und auch gar nicht so schlecht zu drehen ist folgende Variante des N-Perm 2. Ich verwende nur noch diese Zugfolge:

(r‘ D r U2) x5

cube-perms-v cube-perms-y cube-perms-n1 cube-perms-n2Damit sind nun alle Varianten bekannt, bei denen zwei Ecken diagonal tauschen und zusätzlich 2 Kanten. V-Perm und Y-Perm tauschen benachbarte Kanten, N-Perm 1 und 2 tauschen gegenüberstehende Kanten.

Nun sind wir mit den Perms für Fridrich-PLL fast durch. Was jetzt noch fehlt, sind die 4 verschiedenen G-Perms, die jeweils 3 Ecken und 3 Kanten tauschen (also quasi eine Kombination aus A-Perms und U-Perms sind). Sie werden im folgenden Artikel vorgestellt. Und danach werde ich eine Zusammenfassungs-Seite für alle Perms schreiben. Bitte noch etwas Geduld.

Der Y-Perm

Veröffentlicht: 30. August 2013 in Plastikknobelkram
Schlagwörter:, , , , , ,

Ähnlich wie der im vorigen Artikel gezeigte V-Perm tauscht auch der Y-Perm zwei gegenüberliegende Ecksteine und zwei Kantensteine. Die Kanten sind jedoch hier anders angeordnet.

cube-perms-yDer Y-Perm tauscht zwei Ecken diagonal und zusätzlich zwei Kanten, die an die gleiche der betroffenen Ecken angrenzen. Mit viel Phantasie kann man in der Anordnung der zu tauschenden Steine vielleicht ein Y erkennen (insbesondere wenn man den Mittelstein gedanklich mit einbezieht).

Man erkennt die Ausgangssituation für den Y-Perm recht einfach an den nicht betroffenen Steinen: Wie die Abbildung erkennen lässt, gibt es zwei Kanten-Ecken-Pärchen auf benachbarten Seiten, die nach vorne und nach rechts gehören. Den Rest regelt dann der Y-Perm:

F R U‘ R‘ U‘  (R U R‘ F‘)  (R U R‘ U‘)  R‘ F R F‘

notation-f100 notation-r100 notation-u_100notation-r_100 notation-u_100

notation-r100 notation-u100 notation-r_100 notation-f_100

notation-r100 notation-u100 notation-r_100 notation-u_100

notation-r_100 notation-f100 notation-r100 notation-f_100

Der Zug sieht schlimmer aus, als er ist. Die beiden mittleren Teile sind die Sexy-Move-Vorn-Variante und der normale Sexy Move. Damit reduziert sich der Lern-Aufwand doch erheblich.

cube-perms-y cube-perms-vDamit sind nun beide Fälle für diagonalen Eckentausch und Tausch benachbarter Kanten erklärt. Während beim V-Perm zusätzlich 2 Kanten parallel getauscht werden, sind beim hier gezeigten Y-Perm zwei Kanten über Kreuz betroffen.

Fehlen noch die Fälle, wo die betroffenen Kanten nicht benachbart, sondern gegenüberstehend sind. Dafür gibt es die beiden N-Perms – im nächsten Artikel.

Der V-Perm

Veröffentlicht: 29. August 2013 in Plastikknobelkram
Schlagwörter:, , , , , ,

Nachdem nun alle Fälle beschrieben sind, wo 2 nebeneinanderstehende Ecken der Oberseite (und zwei Kanten) getauscht werden müssen (siehe Zusammenfassung am Ende des F-Perm-Artikels), kommen nun mit V-Perm und Y-Perm die beiden Fälle, wo die Ecken diagonal gegenüber stehen. Beginnen wir mit dem V-Perm:

cube-perms-vDer V-Perm tauscht zwei diagonal gegenüberliegende Ecken und parallel dazu zwei Kanten. Man kann sich die betroffenen Steine als die Schenkel eines Buchstabens V vorstellen, wenn man die Würfel-Oberseite auf der Spitze stehend betrachtet. In der hier gezeigten Lage bleibt also ein 2×2-Block vorne links unverändert und sollte daher schon farblich passend sein. Daran kann man die Ausgangssituation für den V-Perm sehr schnell erkennen.

Für den V-Perm verwende ich diese Zugfolge:

(D2 R U2)  R‘ D  (R U‘ R U‘ R U)  R2 D (R‘ U‘ R)

notation-d2-100 notation-r100 notation-u2-100 notation-r_100 notation-d100

notation-r100 notation-u_100notation-r100 notation-u_100notation-r100 notation-u100

notation-r2-100 notation-d100 notation-r_100 notation-u_100 notation-r100

Dies ist die Zugfolge, wie ich sie verwende. Sie ist recht einfach zu lernen, weil insbesondere der Mittelteil einem einprägsamen Drehrhythmus folgt. Auf Speedcubers.de habe ich aber auch einen Algo gefunden, der kürzer ist. Wegen der darin enthaltenen Doppelebenen-Drehung d‘ ist er mir aber irgendwie nicht so sympathisch:

R‘ U R‘ d‘ R‘ F‘ R2 U‘ R‘ U R‘ F R F (y‘)

Das y‘ am Ende braucht man natürlich nur, wenn der Würfel zum Schluss wieder die ursprüngliche Lage haben soll. Also beispielsweise zum mehrfachen Üben des Algoritmus. Sucht Euch selber aus, welche Variante Euch besser gefällt. Oder schreibt noch bessere Varianten als Kommentar unter diesen Artikel.

Verwandt mit dem V-Perm ist der Y-Perm, den ich im nächsten Artikel zeigen werde. Auch er tauscht zwei diagonal gegenüberstehende Ecksteine und zwei Kanten. Aber die betroffenen Kanten sind andere. Mehr darüber demnächst; erst aber mache ich mal weiter mit den England-Fotos in meinem Fotokurs-Blog.