Mit ‘U-Bahn’ getaggte Beiträge

Schon wieder Rot

Veröffentlicht: 2. März 2016 in Bahn und Wahn, Weltanschauliches
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Vor einigen Wochen beschrieb ich schon einen Gedanken am roten Signal, also was mir manchmal durch den Kopf geht, während ich mich im Zugstau langweile. Hier noch eine Ansage, von der ich Euch nicht verrate, ob ich sie jemals in der Praxis ausprobiert habe oder ausprobieren werde:

Sehr geehrte Fahrgäste, vielleicht hat es für Sie den Eindruck, dass wir uns in den letzten 10 Minuten kein Stück bewegt haben. Aber in Wirklichkeit bewegt sich dieser Zug auf der europäischen Platte etwa 4cm pro Jahr von der amerikanischen Platte weg.

Richtung Thielenbruch, Bensberg oder Königsforst kann man also schon sagen, dass wir uns in die gewünschte Richtung bewegen – wenn auch das Fahrtziel leider auch in die gleiche Richtung driftet, der Abstand also nicht kleiner wird. 😉

Einen hab ich noch: Als ich heute an einer der Kölner Fachhochschulen Fahrgastwechsel machte und beobachteten musste, mit welcher Lahmhinterteiligkeit viele Studenten und Smombies alle im Gänsemarsch in den Zug schlurften, hätten sie sich beinahe folgende Ansage eingefangen:

Liebe Studenten, damit das Einsteigen zukünftig deutlich schneller geht, melden Sie sich doch nächste Woche bitte für das Seminar „Einsteigen für Einsteiger“ an.

Hätte die studentische Trödelei uns noch eine weitere Signalphase gekostet, hätte ich den Spruch wahrscheinlich aufgesagt. Aber nach ca. 90 Sekunden waren doch tatsächlich alle WhatsApp-Einsteigebenachrichtigungen verschickt und die Zukunft des Landes endlich sicher verladen…

So, genug Bahn-Blödsinn für heute. Demnächst gibts auch wieder Zauberwürfel-Videos. Inzwischen habe ich sogar ein Intro vorbereitet, dass denen der berühmten Filmstudios wie Universal, Paramount, 20th Century Fox oder MGM kaum nachsteht. Lasst Euch überraschen. 🙂

 

Gedanken am roten Signal…

Veröffentlicht: 7. Januar 2016 in Bahn und Wahn, Weltanschauliches
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Sehr geehrte Fahrgäste, wir stehen momentan vor Halt zeigendem Signal, denn der Abschnitt vor uns ist noch von unserem Vorzug besetzt. Und davor steht der Vorzug unseres Vorzuges, und wiederum davor dessen Vorzug.
Wie Sie sehen, ist die Stadtbahn ein System mit vielen Vorzügen. Und heute klappt es ganz besonders vorzüglich.

Am vergangenen Wochenende – 27. und 28. Juni 2015 – war Tag der Architektur. Die KVB nahm daran teil und öffnete für interessierte Besucher 2 Haltestellen der noch nicht eröffneten Nord-Süd-Stadtbahn, deren südlicher Abschnitt in einem halben Jahr eröffnet werden wird. Ich konnte am Sonntag an zwei Besichtigungen teilnehmen.

Die Haltestellen sind mittlerweile fast fertig. Die neue Linie 17 wird von Sürth bzw. Rodenkirchen auf dem Linienweg der Linie 16 starten und dann an der Südbrücke links abbiegen und die Haltestellen Bonner Wall, Chlodwigplatz, Kartäuserhof und Severinstraße bedienen. die ersten beiden Haltestellen dieser Strecke wurden nun erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Wer eine Sicherheitsbelehrung über sich ergehen ließ und einen Haftungsausschluss unterschrieb, durfte nach einem etwa 15minütigen Vortrag des jeweiligen Architekten die Station dann auch in Augenschein nehmen.

Belehrung und Unterschrift waren notwendig, weil die Haltestellen noch keine Endabnahme hatten und damit noch nicht allgemein für die Öffentlichkeit freigegeben sind. Den Hinweis, die gelbe Linie an der Bahnsteigkante zu respektieren, fände ich als Stadtbahnfahrer jedoch an Haltestellen mit Zugverkehr weitaus angebrachter. Aber das ist ein anderes Thema.

Bonner Wall

Zunächst fuhr ich (kostenlos mit dem KVB-Rad ab Bahnhof Süd) zur Haltestelle Bonner Wall. Diese wurde in offener Bauweise erstellt und ist ziemlich geräumig, weil dort die beiden Tunnelbohrmaschinen eingesetzt wurden. Hier meine Impressionen von der Besichtigung:

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Aus meinen ersten Bahn-Digitalfotos habe ich nun Postkarten-Serien gemacht, die allesamt unter dem Motto „Kölner Achtachser zur Jahrtausendwende“ stehen.

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Etliche der Motive waren auch damals auf meiner Homepage koelnbahn.de bzw. auf der daraus hervorgegangenen Koelnbahn-CD vorhanden. Jetzt also als 4 Postkarten-Serien, sortiert nach den 4 Baureihen, die in den Jahren 1999 und 2000 noch in Köln fuhren: (mehr …)

Nach den Bildern vom Jubiläumsfest in Teil 1 und Teil 2 geht es diesmal mit nur 5 Bildern weiter – dafür aber mit einem ungewöhnlichen Bahnthema:

Der Götterbote Hermes auf dem Flügelrad

Manch ein Besucher oder Mitarbeiter der SWB wird sich vielleicht schon gefragt haben, was das für eine seltsame Stein-Figur ist, die da im Eingangsbereich zum Betriebshof Dransdorf auf der Wiese steht. Auch ich hatte sie schon früher mit einiger Verwunderung zur Kenntnis genommen, und aufgrund der beiden Stadtwappen von Köln und Bonn (und aufgrund der KBE-Geschichte des heutigen SWB-Betriebshofes) schon auf eine Verbindung zur Köln-Bonner Eisenbahn getippt.

Im Köln-Bonner Verkehrsmagazin (4/2011, Heft 21, Seite 39) fand ich vor einigen Monaten die Antwort. Der Artikel von Volkhard Stern ist überschrieben „Der Götterbote Hermes auf dem Flügelrad“.

Dort erfuhr ich, dass diese Steinfigur für 50 Jahre den Bonner Rheinuferbahnhof zierte, bevor dieser 1985 abgerissen wurde. Der Rheinuferbahnhof stand dort im Bereich Thomastraße und Thomas-Mann-Straße, wo heute nur noch ein rumpeliger Parkplatz das Stadtbild verunziert. (mehr …)

Nach Aufnahme der Panoramen und dem ersten fotografischen Rundgang über das Freigelände (siehe Teil 1) habe ich mir als nächstes die Halle nächer angeschaut, in der unter Anderem einige interessante Modellbahnen zu sehen waren – beispielsweise ein Modell des Betriebshofes Dransdorf in den 1950er Jahren. (mehr …)

Gestern war – bei herrlichem Wetter – großes Jubiläumsfest im Betriebshof Dransdorf der Bonner Stadtbahn. Freundlicherweise habe ich einen Tag frei nehmen können, so dass ich mit über 1000 Fotos auf der Speicherkarte nach Hause gekommen bin. Keine Sorge, die meisten davon gehören zu 6 Panoramen, die ich aufgenommen habe. Aber einige „normale“ Bilder habe ich (nach den Panos) ebenfalls gemacht. Die ersten davon zeige ich in der folgenden Bildergalerie. (mehr …)

Heute war internationaler Lochkamera-Tag, wie ich den Lesern meines Fotokurses bereits mitgeteilt hatte. Dieser Tag findet jedes Jahr am letzten April-Sonntag statt. Diesmal wollte ich wenigstens ein paar Fotos ohne Linse machen, aber es war für mich ein Arbeitstag mit einem Tagesdienst auf der „Rheinuferbahn“ und der „Vorgebirgsbahn“ (also: Linie 16 und 18 der KVB und SWB). Also habe ich die EOS 60D mit dem „Rising Pinhole Wide“ Adapterdeckel bestückt und sie einfach mitgenommen, um in unscharfen und hässlichen Bildern meinen Tagesablauf zu dokumentieren. „Pinhole Wide“ klingt irgendwie nach Köln-Holweide – und ein Bild entstand sogar dort… 😉 (mehr …)

Nachtwagen

Veröffentlicht: 16. April 2012 in Bahn und Wahn
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Herrlich: Ein Nachtwagen, der von Samstag auf Sonntag an der Endstation übernachtet hat – damit früh morgens zum Wohle der Kunden auch Züge stadteinwärts fahren.

Beide Räumlichkeiten liebevoll im American-Style dekoriert. Doch olfaktorisch werden unterschiedliche Vorlieben bedient: Während der Südflügel den herben Duft von Hopfentrunk verströmt, besticht das Raumklima in den nördlichen Gemächern durch eine dezente Note allerfeinster Magensäure mit einem Spritzer luftgetrockneter Harnstofflösung. Diese erlesene Duftstoffkomposition ist dem Kenner und Genießer auch als „Odeur de Cologne“ bekannt.
Dem Hungrigen sei zudem gesagt: Man kann hier tatsächlich vom Boden essen; man findet ganz bestimmt genug.

Soweit die Beschreibung aus dem Werbetext. Noch Fragen?

Vorhin habe ich doch tatsächlich ein Detail der New Yorker U-Bahn kennengelernt, das mir bisher komplett verborgen war. Spiegel Online erklärt (Hervorhebung von mir):

Mythen aus Stahl werden zur Speisekammer der Fische: Nach fast vierzig Jahren Dienst auf New Yorks Straßen werden alte U-Bahn-Waggons im Atlantischen Ozean zur ewigen Ruhe gebettet – und wandeln sich zum künstlichen Riff für die Meeresbewohner.

Und ich dachte, die hätten ihre eigenen Strecken und Tunnel und führen nicht als Straßenbahn. Interessant…

Den kompletten Artikel mit interessanten Fotos gibt es hier: Riffe aus U-Bahn-Waggons: Letzte Station Meeresgrund.

Aber auch über die Hamburger U-Bahn (dort „Hochbahn“ genannt), habe ich etwas Interessantes erfahren: Der neue Wagentyp DT5 wiederholt jetzt den kölschen Kardinalfehler und stattet die Türen mit Lichtschranken aus. Angeblich würde dies unnötiges Offenstehen verhindern. Meine Erfahrungen im rheinischen Stadtbahnverkehr lassen mich eher das Gegenteil erwarten. Ich bin gespannt. Hier der Artikel: DT 5 – Tag der offenen Tür bei Hamburgs neuer U-Bahn.

Wie heißt es dort so schön:

„intelligente“ Türschließsysteme, die über Lichtschranken geregelt werden und somit unnötig langes Offenstehen der Türen verhindern

Man darf gespannt sein was passiert, wenn der IQ der Türen höher ist als der mancher Fahrgäste.