Zauberwürfel-Grundlagen: Konjugation und Kommutatoren

Veröffentlicht: 29. Juni 2015 in Plastikknobelkram
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Endlich gibt es mal wieder ein neues Zauberwürfel-Video. Und weil die Pause so lang war, gleich zwei. 🙂

Grund für die lange Unterbrechung war, dass mir seit Monaten keine wirklich gut für Videos geeignete Kamera zur Verfügung stand. Das hat sich jetzt glücklicherweise geändert – wenn ich auch noch nicht die optimalen Einstellungen für Nachfokussierung gefunden habe. Aber es kann jetzt weitergehen.

Die letzten paar Wochen habe ich mich etwas mit den Grundlagen des Zauberwürfels zu beschäftigen versucht, also etwas Cube-Theorie. Aber keine Sorge, dieser Artikel und die Videos wollen vermeiden, allzu theoretisch zu werden. Mich hat vielmehr interessiert, inwieweit ein paar logische Überlegungen helfen können, den Zauberwürfel auch ohne auswendig gelernte Zugfolgen lösen zu können, sondern quasi intuitiv. So weit bin ich zwar noch lange nicht, aber immerhin habe ich jetzt einigermaßen verstanden, was mit Kommutatoren gemeint ist und was mit Konjugation. In den Videos zeige ich dazu praktische Anwendungsmöglichkeiten. Da ich dabei aber noch ganz am Anfang stehe, freue ich mich natürlich auch über erweiternde Kommentare unter diesem Artikel.

Kommutatoren

Unter Kommutatoren versteht man die Anwendung zweier Algoritmen A und B, die hintereinander ausgeführt werden, und danach wieder rückwärts (A‘ und B‘) ausgeführt werden, also A, B, A‘, B‘.

Ein Video von RedKB hat mich darauf gebracht, aber die praktische Anwendung wurde mir erst in einem Video von Tony Fisher (ab Minute 7:30) klar. Deshalb versuche ich hier eine einigermaßen verständliche und einigermaßen deutschsprachige 😉 Erklärung:

Im Video wird das Thema Konjugation schon gezeigt. Trotzdem hier auch noch ein paar schriftliche Erläuterungen, bevor dann das zweite Video eine praktische Anwendung zeigt:

Konjugation (Setup Moves)

Die Konjugation ist mit den Kommutatoren irgendwie verwandt. Mathematiker mögen gerne in den Kommentaren unter diesem Artikel den Zusammenhang genauer erklären. 🙂 Mir geht es nur darum, dass sie dem Aufbau A, B, A‘ folgen – wobei Zugfolge A ein sogenannter Setup Move oder Vorbereitungszug ist. Mit dem Setup Move werden die Steine so positioniert, dass sich dann ein bereits bekannter Algoritmus B sinnvoll anwenden lässt. Danach muss man dann den Setup Move wieder zurücknehmen (A‘). Einentlich ganz simpel, und man kann schöne Sachen damit machen – beispielsweise das berühmte Würfel-im-Würfel-Muster:

Das Muster gab es übrigens schon zweimal hier im Blog: Einmal – wie im Video erwähnt, als Muster 18 meines Zauberwürfel-Adventskalenders. Und schon einmal hier: Würfel im Würfel.

So, ich hoffe, dieser Ausflug in die Grundlagen hat Euch gefallen. Für Fragen, Anregungen, Meckerei oder Lobeshymnen gibt es wie immer die Kommentarfunktion.

PS: Ich würde ganz gerne das Intro und den Abspann meines Videos etwas schicker gestalten. Geht das mit dem kostenlosen Movie Maker von Windows, oder brauche ich dafür andere Software? Für Tipps und Tricks hierzu bin ich auch sehr dankbar.

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Kommentare
  1. […] auf dem Megaminx genauso wie auf dem Zauberwürfel und hätte auch gut in mein Video über Konjugation und Kommutatoren […]

  2. […] der übrigens (vergleiche Car und Blinker) nix Anderes ist als ein einzelner Sexy-Move mit Setup-Move. […]

  3. […] einen Schluss, der eine Umkehrung der Einleitung ist. Erfahrene Zauberwürfel kennen das Prinzip: Konjugation (Setup Moves). Nun aber los mit den […]

  4. […] Zauberwürfel-Grundlagen: Konjugation und Kommutatoren […]

  5. Florian sagt:

    Hallo Roland,
    ich stelle meinen Kommentar unter das Thema „Lobeshymne“ 🙂
    Danke für Deine so erfrischenden Erklärungsvideos und allgemein für Deine informative Webseite. Ob beim 3x3x3, dem 4x4x4 oder dem stacheligen Biest 2x2x4, bei dem ich ohne Deine Hilfe (eigentlich ist es nur ein 2x2x2…) sicherlich verzweifelt wäre – immer wurde ich hier fündig.
    Mittlerweile haben alle meine Kinder ihren eigenen Zauberwürfel und jeder, der ihn schneller lösen konnte als der Papa, durfte sich in einer echten Buchhandlung ein Buch seiner Wahl aussuchen…
    Ich bin immer froh, bei Dir etwas neues zu lernen – vielleicht habe ich somit wieder eine Chance, Land zu gewinnen 😉
    Ich finde Deine Videos sehr gut so wie sie sind, mit Movie-Maker kann man sicherlich etwas zaubern, bei YT gibt es auch Anleitungen für ein Programm namens „Blender“. Ob der Aufwand sich lohnt? Letztlich zählt der Inhalt und der ist bei Deinen Videos prima!
    Viele Grüße,
    Florian

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